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In dem Herrn Jesus herzlich geliebte Schwester!

Durch diese Zeilen will ich Dir nach meinem Versprechen berichten, dass es dem Herrn gefallen hat, mich krank werden zu lassen. In den ersten Tagen saß und lag ich ohne Gefühl, beinahe ohne Gedanken von Gott oder meiner Seele. Jetzt ist es mir vergönnt, mit einem sehr befriedigenden Wohlbehagen beschauen zu können, dass Gott ist, und seine Güte, Weisheit, Macht, Liebe, Heiligkeit usw., welche unendliche Vollkommenheiten so ausnehmend vollkommen, liebenswert und wohlgefällig sind, dass es eine ausgemachte Wahrheit bleibt, dass Gott und was in ihm ist, auch alle seine Werke und Wege, die eigentliche Seligkeit eines erschaffenen Geistes ausmachen. In ihm ist aller unser Reichtum. Lassen wir uns selbst vergessen, um nur nach ihm zu blicken und uns seinen Händen zu überlassen.

Ich bleibe

Dein treu verbundener schwacher Bruder.

Mülheim, den 4. Februar 1746.

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