Spurgeon, Charles Haddon - Reden - daheim und auswärts - Das Werk der Kirche.

Spurgeon, Charles Haddon - Reden - daheim und auswärts - Das Werk der Kirche.

Rede vor der Londoner Baptisten - Association. 16. Januar 1877.

Ich hatte nicht bemerkt, bis unser Vorsitzender es mir sagte, dass auf der Liste stände, ich sollte eine evangelische Ansprache halten. Ich denke, ich darf dies in weitem Sinne nehmen, und mich nicht darauf beschränkt fühlen, die Unbekehrten anzureden, denn gewiss, es ist eine evangelische Ansprache, wenn man das Volk Gottes anspornt, zu evangelisieren. Dies ist der Punkt, der mir als das Hauptziel dieses Abends vor der Seele steht. Zu gleicher Zeit werde ich auch ein Wort für die Unbekehrten haben.

Brüder von der Londoner Baptisten-Association, und Brüder in Christo alles und jedes Stammes, einer der Hauptzwecke, derentwillen es eine Kirche Gottes auf der Erde gibt, ist das Einbringen Seiner Erwählten, die Errettung von Sündern. Gott hätte einen Jeden Seiner Heiligen hinauf in den Himmel nehmen können in dem Augenblick, wo er gläubig ward. Sie hätten sicher dann weniger Sünde begangen und weniger Sorge des Hirten nötig gehabt, und wären früher im Himmel gewesen, die Menge der Lobsingenden zu vermehren. Der Hauptzweck, sollte ich meinen, weshalb sie in diesem nicht begehrenswerten Lande, in dieser Region ihrer Verbannung, zurückgehalten werden, muss der sein, dass sie ein Same in der Erde seien und Andere zu dem Herrn Jesu Christo bringen sollen, dass so die ewigen Ratschläge der Liebe beständig erfüllt werden. Es scheint mir, dass eine Kirche, welche dies nicht einsieht, ihren großen Zweck und Beruf verfehlt. Ich glaube nicht, dass wir Baptisten dies immer eingesehen haben. Es hat Einige gegeben, welche meinten, ein strenger Baptist existiere nur, um eine Anordnung Christi aufrecht zu halten. Wohl, es ist gut, die Anordnungen aufrecht zu halten, und Gott verhüte, dass wir eins seiner kleinsten Gebote brechen und die Leute also lehren und so die Kleinsten im Himmelreich sein sollten; (Matth. 5, 9. nach der engl. Üb.) aber dennoch ist es nicht der Hauptzweck der Existenz einer Kirche, sich auf ihre Orthodoxie zu steifen und sich der Gemeinschaft mit anderen Kirchen zu weigern, um diese Orthodoxie aufrecht zu halten, und zu fühlen, dass sie ihr Bestes getan, wenn sie ihr Zeugnis abgelegt hat, obgleich sie wahrscheinlich dies Zeugnis ablegt, indem sie es auf ihrer Brust feststeckt, während sie schläft. Manche Kirche hat das getan. Sie ist nie wach geworden, hat sich nie aufgerafft, um dem Herrn zu ihrer Zeit zu dienen; aber in ihrem Schlafe hat sie Zeugnis abgelegt und gefühlt, dass sie wohlgetan hat, oder sie hat auch die Erbauung von zwei oder drei Dutzend drunten in Zoar gesucht Alles Heilige, und Alles Heilige vom reinsten Wasser - Alle „reiner Lehre“ so rein, wie nur möglich, aber keine Lehre, die von ihnen ausging zu den Enden der Erde von der frohen Botschaft des Heils für die Seelen. Sind wir nicht

„Ein kleiner Garten, eingehegt,
Erwählt, und sorgsamlich gepflegt,
Ein kleiner Fleck, vom Licht erhellt,
Im wüsten Dunkel dieser Welt?“

Und wenn wir dies Lied gesungen, haben wir nicht genug gesungen und können wir nicht hingehen und Gott danken, dass wir in dem heiligen Gehege sind? Das pflegte die Vorstellung in längst vergangenen Jahren zu sein. Ich hoffe, dass wir jetzt, obwohl wir lieben, eingehegt und ein Garten des Herrn zu sein und es unsre Freude ist, ihn einzuladen, in seinen Garten zu kommen und seine edlen Früchte zu essen, und obwohl wir die gegenseitige Erbauung suchen (und Gott verhüte, dass wir dies je als etwas Untergeordnetes betrachten), dennoch fühlen, dass wir erbaut werden sollen, damit wir ein geistliches Haus sein mögen, in welchem der lebendige Gott wohnt, und von dem Leben und Kraft ausgeht. Wir fühlen jetzt, dass wir gespeist werden müssen, um zu arbeiten; denn „so Jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen,“ muss eine geistliche eben sowohl wie eine sittliche Regel sein. Wir fühlen jetzt, dass wir die Wahrheit aufrecht halten müssen, damit wir mit dieser Wahrheit diejenigen retten, die in der Knechtschaft des Irrtums sind. Doch wollte ich zu Gott, dass unsre Kirchen auch jetzt noch tiefer fühlten, als sie es tun, dass der Hauptzweck, warum eine Kirche überall existiert, die Bekehrung der Sünder ist. Wenn das zugegeben wird, so gibt es den Grundton für alles Werk der Kirche. Der Prediger wird sein Augenmerk darauf richten. Die Sonntagsschullehrer werden beginnen, das ihrige darauf zu richten und nicht nur lehren um der Lehre und Unterweisung willen, obgleich beides sehr schätzenswert ist, sondern mit der Absicht, dass die Seelen der Kinder da und dann errettet werden mögen; dass sie zu Gott bekehrt werden, während sie als Kinder noch in den Klassen sind. Und diejenigen, welche Traktate verteilen, in den Straßen predigen und in den Häusern Versammlungen halten, würden dann immer darauf sehen und abzielen, dass Sünder angefasst, zur Buße und Bekehrung gebracht werden. Und selbst das mehr äußerliche Werk der Kirche, wie es den Diakonen obliegt, würde im Hinblick darauf getan werden, und obgleich es nicht scheint, dass die Errettung der Sünder unter das „Zu-Tische-Dienen“ gehört, so lassen Sie mich Ihnen sagen, dass es eine Art des Zu-Tische-Dienens gibt, welche sehr die Bekehrung von Sündern hindert, wie das mancher Prediger zu seinem Schaden erfahren hat. Und es gibt eine andre Weise, diese äußern Dinge der Kirche zu verwalten; es kann in solcher Art geschehen, dass Gott sich herablässt, sie zur Bekehrung von Sündern zu gebrauchen. Wir müssen die ganze Kraft der Kirche auf diesen Punkt gerichtet haben. Die Kirche muss geschärft werden wie ein Keil bis zu Einer dünnen Spitze und dann mit all ihrer Macht, wie mit einem gewaltigen Schlägel, hinein getrieben werden in den Stamm, der vor uns liegt, bis wir ihn zersplittern. Sie muss Sünder errettet haben irgendwie, gleichviel wie. „Auf dass ich allenthalben je etliche selig mache“ muss der Wahlspruch jeder christlichen Kirche sein.

Wie soll es getan werden? Wohl, Brüder, Sie wissen; denn es ist Ihnen oft gesagt, dass die göttliche Kraft allein eine Seele zu bekehren vermag; dass es ganz über unser Vermögen hinaus liegt, dass geistliches Leben nur durch ein Wunder mitgeteilt werden kann, ein durch den Heiligen Geist bewirktes Wunder, dass es den Gottlosen nur als eine Gnadenwirkung gegeben wird, ihr Verderben zu sehen und zu fühlen. Wir können das Licht auf ihre Augen werfen, aber wir vermögen nicht sie sehend zu machen. Wir können ihnen Christus mit Seinem liebevollen Herzen darstellen, aber wir vermögen Ihn nicht in ihr Herz hineinzubringen. Wenn Gott. der Heilige Geist es nicht tut, so bleibt es ungetan. Was dann? Nun, dann ist es klar, dass wir viel und beständig beten müssen, dass der Geist auf uns ruhen möge. Gott will ihn denen geben, die Ihn darum bitten. Der Heilige Geist ist nie unwillig, zu wirken; aber die ganze Kirchengeschichte zeigt, dass den Zeiten seiner größten Wirkungen meist eine Zeit mächtigen, dringenden und ernsten Gebets vorangegangen ist.

O, um damit anzufangen, Brüder und Geliebte, wenn wir Seelen errettet haben wollen, so müssen wir beten: wir müssen beten: wir müssen beten. Und Gebet muss in all unsern Häusern sein. Ich hoffe, dass Sie die Hausandacht nicht vernachlässigen. Wie sehr sollte diese Ordnung aufrecht erhalten werden! Sie ist die wahre Stärke des Protestantismus und die Pflegerin der Frömmigkeit. Häuser ohne Hausandacht können nicht erwarten, gottesfürchtige Kinder zu sehen. Wo die aufgegeben wird, da wundere ich mich wenig, wenn gesagt werden sollte, dass die Kinder der Dissenter den Glauben ihrer Väter verlassen. Ich denke, sie tun es nie, wo dieser Glaube den Gemütern durch Morgen- und Abendgebet tief eingeprägt ist. Und auf unsern Knieen im Kämmerlein, Brüder, da müssen wir beten. Aber besonders sollte auch das Gebet der Kirche da sein, ein Zusammenkommen der Kirche zu diesem Zwecke. Laden Sie Ihre übrigen Zuhörer ein, sich derselben darin anzuschließen. Und die besondere und bestimmte Gebetsstunde sollte eifrigst festgehalten werden. Ich bedaure es, wenn ich höre, dass Einige von Ihnen nicht beides, eine Wochenpredigt und eine Gebetsstunde haben können. Zwei Gottesdienste in der Woche sind zu viel für Sie, - nicht immer für Ihren Pastoren, aber für Ihre eigne zarte Gesundheit. Sie wissen, die Maurer und Zimmerleute und Arbeiter, die zum Tabernakel gehen, können sehr gut zwei Gottesdienste besuchen1), in der Tat, ich glaube, sie würden gern jeden Abend kommen. Die Meisten von diesen haben ihr Brot zu verdienen, sind aber nicht zu müde; doch Sie, meine Herren, die ein wenig draußen vor der Stadt wohnen, Sie sind zu müde von Ihrem Tagewerk, was, wie ich höre, darin besteht, dass Sie um zehn des Morgens weggehen und um fünf heimkehren. Es ist so sehr anstrengend, von Ihnen kann man nicht erwarten, dass Sie einer Wochenpredigt und auch einer Gebetsstunde beiwohnen. Es tut mir leid, dass Sie so kränklich sind, und ich hoffe, Sie werden sich bald erholen; denn es kann kein wirklicher Segen da sein, verlassen Sie sich darauf, wo die Gebetsstunde in eine Stellung zweiten Ranges hinabgedrückt wird. Ich bin dessen gewiss, dass sie in ihrer Stärke erhalten werden muss; und wenn das, so müssen einige Brüder nicht predigen, wenn sie aufgefordert werden zu beten; einige müssen nicht immer dasselbe sagen; einige Brüder müssen es nicht so lang machen; einige müssen nicht so kalt und langsam sein. O, dass wir wirkliche Gebetsstunden hätten, in denen wahrhaft gebetet wird! Ich glaube, die Leute kommen sicher zu denselben, wenn Leben darin ist. Möge Gott geben, dass man recht ernstlich diesen Punkt ins Auge fasst und sieht, dass, obwohl es das Werk des Geistes Gottes ist, Sünder zu bekehren, wir Ihn doch bitten müssen, es zu tun!

Nun denn, wenn Sie wieder fragen, was sollen wir tun?“ so antworte ich, nachdem Sie gebetet haben, sind Sie zur Arbeit verpflichtet. Wenn ein Mann Gottes um eine gute Ernte bittet, so muss er hingehen und pflügen und säen. Wenn ein Mann Gottes bittet: „ Gott, lass mein Geschäft morgen gut gehen,“ so muss er die Laden öffnen, nicht wahr? Ja, er muss allen seinen Verstand zusammen nehmen an der anderen Seite des Ladentisches, und versuchen, so viel Geschäfte zu machen, wie er nur kann; denn wenn er auf dem Tisch sitzt, die Beine übereinander kreuzt und den Kunden sagt, dass er sie nicht braucht, so glauben wir nicht an sein Beten, nicht wahr? Und doch, meine ich, habe ich einige Leute gekannt, die ungefähr so handeln. Sie bitten Gott, Sünder zu erretten; aber sie rühren nie Hand oder Fuß, um etwas dafür zu tun. Nein, sie sind eher geneigt, zu denken, dass nicht zu viele Sünder gerettet werden müssen, und wenn sie hörten, dass fünfhundert Personen unter einer Predigt bekehrt wären, so würden sie sagen: „Du meine Güte! Das waren wohl Methodisten, nicht wahr?“ Sie würden es sicher darauf schieben und dann anfangen zu sagen, es gäbe sehr viele, die behaupteten, bekehrt zu sein, aber es nicht wären; denn in Wahrheit glauben diese Leute nicht daran, dass viele bekehrt werden. Wenn zwei oder drei es werden, o, das ist höchst wahrscheinlich die Hand des Herrn. Wenn irgendetwas Kleines getan wird, das ist der Herr! Aber wenn es fünfhundert sind, dann kann es nicht der Herr sein. Sie erwarten nicht, dass Er irgendetwas Großes tut. Sie beten einen kleinen Gott an. Brüder, die Größe einer Sache empfiehlt sie mir eher und ich fühle: „Gewisslich ist der Herr an diesem Ort,“ wenn ich von Vielen höre, die zu Christo bekehrt werden; denn das scheint nach des Herrn Weise zu sein, der große Wunder tut unter den Menschenkindern.

Nun, wenn Sünder durch uns bekehrt werden sollen, so lassen Sie uns auf jeden Fall unsern gesunden Menschenverstand brauchen. Einige Leute haben nicht viel davon, aber lasst sie das Bisschen gebrauchen, was sie haben, dann wird es ihnen sogleich auffallen, wenn irgendetwas an dem Gotteshause ist, das die Menschen abhält, hereinzukommen; wenn etwas in der Anordnung des Gottesdienstes oder in der Zeit oder Methode desselben ist, was leicht die Aufmerksamkeit hindert oder Unbequemlichkeit verursacht, wenn die Stühle alle grade Rücklehnen haben, so dass eine arme Seele da sitzt, und Pönitenz tut und nicht zuhören kann alle solche kleinen Dinge, welche im Grunde große Dinge sind, sollten sogleich wahrgenommen werden. Ich pflegte früher zu denken, dass es ganz einerlei wäre, was für eine Art von Lokal es sei und desgleichen, aber jetzt bin ich der Meinung, dass Jemand wahrscheinlicher bekehrt wird, wenn er atmen kann, als wenn er beinahe erstickt wird, und auch wahrscheinlicher, wenn er zuhören kann, als wenn Jedermann einen Regenschirm fallen lässt, wie heute Abend es so viele getan haben. Nieder fällt der Regenschirm, vielleicht in der Mitte eines Satzes, oder es kommt Jemand den Gang hinauf in ein Paar Holzschuhen, wie man sie auf dem Lande trägt, und die Aufmerksamkeit wird abgelenkt. Ich möchte dem Evangelium freien Spielraum gewähren; und ich fragte gern einige Christen, die ihren Gottesdienst in jenem kleinen, hässlichen, schmutzigen, alten Loche dort unten in der Straßenecke halten, ob sie Gottes Werk mit irgendetwas von dem gemeinen Menschenverstand betreiben, mit dem sie an ihr eignes Werk gehen? Ich will Ihnen erzählen, wem Einige gleichen. Sie sind dem Neger gleich, der in einer Predigt hörte, dass wir Gott den Zehnten geben sollten. Darauf sagte Zacharias, er wollte zehn Acker Land einfriedigen und dem Herrn einen Acker geben und für Ihn Kartoffeln, Mais usw. säen. Zacharias tat dieses; aber nachdem er es getan, schien er nicht ganz damit zufrieden; und Sie müssen wissen, dass der Schuft niemals des Herrn Kartoffeln hackte und den Mais für ihn gar nicht einmal säte; so dass, wenn Jemand vorbeiritt, er sich wunderte, neun Teile des Feldes sorgfältig in Ordnung gehalten zu sehen, während bei dem anderen Teil gar nichts getan war. „Das ist des Herrn Teil,“ sagte Zacharias. Nun wohl, es gibt viele Leute, die ebenso sind; all ihr eignes Geschäft wird mit viel Geschick und Umsicht getan; sie legen ihre ganze Seele da hinein; aber das kleine Geschäft in Betreff der Capelle, die sie besuchen, das Geschäft, für Gottes Prediger und Gottes Werk zu sorgen ah, das sind des Herrn Kartoffeln und Zacharias hackt sie nicht. Ich wünsche, dass Sie des Herrn Kartoffeln hacken, dass Sie Gottes Werk mit aller Umsicht und Sorgfalt tun, denn wenn nicht, so bin ich überzeugt, wir können auf keine Bekehrungen hoffen. Wenn Sünder bekehrt werden sollen, dann ist das Nächste, dass wir auf die Bedingungen achten müssen, unter welchen der Heilige Geist gewöhnlich wirkt. Welches sind diese?

Sie werden finden, Brüder, dass der Heilige Geist nicht die Kirche segnet, in der nicht auf Heiligkeit gehalten wird. Unsre großen, alten Vorväter nahmen es genau in diesem Punkte sie hielten auf strenge Sittlichkeit und Heiligkeit; aber ich fürchte, es ist viel Schlaffheit in einigen unsrer Kirchen; und (nehmen Sie diesen Augenblick es auf mein Wort an, aber beobachten Sie nachher selber) die Kirchen, welche lax zu werden beginnen, die Kirchen, deren Mitglieder meistens an den Vergnügungen der Welt teilnehmen, wenn es solche Kirchen gibt, so sind es Kirchen, in denen keine Bekehrungen stattfinden. Es wird unheilige Mitglieder geben, aber wenn sie geduldet werden, wenn die Sünde übersehen wird, weil der Mann einer der leitenden ist, wenn die Kirche einen niedrigeren Maßstab an den Gehorsam gegen den göttlichen Willen legt, so mag der Prediger sich das Herz auspredigen, aber er kann keine Bekehrungen erwarten. Achan ist in dem Lager. Der köstliche babylonische Mantel und die Stange Goldes, die verbannten Dinge, sind in der Hütte verscharrt, und ihr zieht hinaus in die Schlacht, ihr Söhne Israels, aber ihr werdet geschlagen zurückkehren, so lange der Bann noch da ist. O! reinigt eure Kirchen mit allem Fleiße. Ihr Beamte der Kirche, tut eure Pflicht in dieser Hinsicht; denn der Herr wird nicht mit eurem Heere ziehen, so lange Unheiligkeit bei euch ist. Wir finden auch, dass der Geist Gottes wirkt, wo Einigkeit ist. Die sanfte und milde Taube verlässt die unruhigen Wasser des Streitens und wird gefunden, wo die Menschen einander mit reinem Herzen brünstig lieben. Es nützt Ihnen nichts, nach der Bekehrung von Sündern zu streben, wenn Sie eine solche Gemeindeversammlung halten, wie Sie letzte Woche hatten. Ich weiß nicht, auf wen dies passt, aber ich darf wohl sagen, es wird auf irgendwelche passen. Einige Ihrer Gemeindeversammlungen in entfernten Teilen des Landes, lassen Sie uns sagen würden eine Schande für die Hottentotten sein. Ich spreche sehr milde, wenn ich das sage. Ich glaube nicht, dass der Teufel eine solche Gemeindeversammlung halten würde, wie einige, von denen ich gehört. Sehen Sie erstaunt aus, wenn ich das sage? Ich habe noch nie davon gehört, dass die Teufel sich überhaupt gezankt haben. Wenn die Synagoge des Satans zusammen tritt, so kommt sie stets mit wunderbarer Einstimmigkeit. Sein Reich ist nicht mit sich selbst uneins und daher hat es seine wundervolle Macht: und wir täten besser, ein wenig von den Philistern zu lernen. Lassen Sie uns unsre Beile und Hauen an ihren Schleifsteinen schärfen und selbst von dem Teufel lernen, dass wir Eins sein müssen, wenn wir Macht haben wollen. Halten Sie zusammen, Brüder! Wenn ich zu Kirchengliedern spreche, die Streitigkeiten miteinander haben, wenn Ihre Familie einen kleinen Zwist von einer anderen Familie ererbt hat, oder wenn Ihr Vetter von dem Vetter irgendeines Andern beleidigt ist, gehen Sie, schütteln Sie einander die Hand und lassen Sie all dieses ein Ende haben. Wenn Sie dem Herrn dienen wollen, müssen Sie sich erst untereinander lieben. Es sieht nicht aus, als wenn eine Verbindung zwischen dieser Sache und der Bekehrung von Sündern wäre, aber es ist eine sehr enge da, denn Gott will uneinige Kirchen nicht segnen.

Und dann finden wir drittens, dass Gott Kirchen segnet, wo die Glieder alle lebendig sind. Ach, Ach! Es gibt einige Kirchen, die dahin gekommen sind, halb lebendig und halb tot zu sein. Einige Mitglieder sind sehr eifrig; andre sind sehr uneifrig. Einige weihen sich ganz dem Herrn; andre sind, wenn nicht ganz ungeweiht, doch scheinbar so in äußeren Handlungen. Ich glaube, der Herr segnet eine Kirche, wenn Alle rund umher beginnen, sich selbst, ihre Zeit, ihre Talente, ihr Geld dem Herrn zu weihen. Ich habe oft hier an diesem Ort Hilfe für verschiedene Werke von Personen empfangen, von denen ich nie gedacht, sie hätten so viel Geld; aber sie haben einen solchen Teil ihrer Einnahme der Sache Gottes gewidmet und es dann in Einer Summe gebracht, dass sie selbst darüber erstaunt waren. Und ich dachte bei mir: „Da ist nicht nur das Gute, was dies Geld tun mag, sondern es ist ein Anzeichen, dass der apostolische Geist noch in der Kirche ist, wenn Männer und Frauen, beides, Reich und Arm, willig sind ihre Güter zu den Füßen der Diener Gottes zu legen, damit sie für seine Sache gebraucht werden.“ Wenn eine Kirche einen solchen Stand erreicht, werden wir bald Sünder bekehrt sehen. Eine dem Herrn sich hingebende Kirche bedeutet eine, eh' lang, bekehrte Zuhörerschaft.

Aber noch klarer in der Sache zu sprechen: Wenn wir Sünder bekehrt wünschen, was muss getan werden? Nun, die Pastoren müssen Predigten halten, die dazu gemacht sind; und es gibt Predigten die Fülle, welche keine Sünder bekehren können, so wenig, wie Schneebälle Öfen heizen können. Ich habe derartige gehört und gelesen. Ich würde nie durch solche Predigten bekehrt werden, wenn ich der Sünder wäre; nein, ich könnte es nicht. Ich würde fühlen, dass der Mann sich als glänzender Redner zeigte; aber was in bloßer Redekunst und Rhetorik ist, das einen Sünder bekehren kann, weiß ich nicht. Brüder, wir müssen unsern großartigen Stil aufgeben, mehr noch, wir müssen unsre tiefen Gedanken aufgeben; und wir müssen oft unsre wunderbaren Einblicke in erstaunliche Geheimnisse aufgeben; und wir müssen zu diesen Sündern gehen und sie irgendwie zu retten suchen; und müssen zu ihnen reden von solchen gewöhnlichen Dingen wie Sünde und Tod, Gericht, Hölle und Himmel und Christus und sein Blut. Ja, das Blut. Wir müssen das haben und davon reden und bei den Heuchlern Widerwillen erregen, bis sie ihres Weges gehen; denn die, welchen das Blut Jesu Christi Widerwillen erregt, gehören nicht zu der Art, von welcher wahrscheinlich ist, dass sie je das Heil erlangt, und sicherlich haben sie es noch nicht empfangen. Wir müssen bei diesen gewöhnlichen Dingen bleiben und daran forthämmern, und in jeder Predigt muss wenigstens etwas sein, was bestimmt auf die Bekehrung von Sündern abzielt. Wohl, und danach müssen wir sie dahin bringen, bekehrt zu werden. Die Prediger sollten den Leuten häufig Gelegenheit geben, zu ihnen zu kommen und mit ihnen zu sprechen. Sie sollten es wünschen und hoffen, sie zu sehen. Ich kenne einige Kapellen, wo Jemand, der in Angst um seine Seele wäre, gar nicht wissen würde, wie er überhaupt zu dem Pastoren gelangen könnte. Ich hörte von Einem, von dem seine Gemeinde sagte, er sei unverständlich am Sonntag und unsichtbar in der Woche. Wir sollten verstanden werden, wenn wir predigen und wir sollten uns so zu den Leuten stellen, dass wir, wenn unser Wort Eindruck auf einen Sünder gemacht hat, ihn einladen, zu uns zu kommen und mit uns zu sprechen2) oder mit einem anderen Christen, der ihm hilfreich sein kann. Meine eigne Überzeugung ist, dass in manchen Orten sehr Viele bereit sein würden, zu erklären, was Gott in ihren Seelen wirkt, wenn ihnen nur ein wenig Hilfe zu Teil würde, aber diese erhalten sie nicht. Nun, wenn wir Sünder bekehrt haben wollen, müssen wir sie in dieser Weise aussuchen. Aber, Brüder, lassen Sie nicht dieses den Pastoren allein tun. Das ist zu oft der Fall und es ist eine Art protestantischen Romanismus, den Pastoren so viel zu überlassen. Es ist die Kirche die Kirche als ein Ganzes - welche Gott in dem Bekehrungswerk segnen wird, wenn sie wirklich eifrig ist.

Und ich möchte fragen, ob alle Gläubigen, die hier gegenwärtig sind, ein bestimmtes Werk für Christum tun? Wenn das, so bleiben Sie dabei; laufen Sie nicht davon. Einige rennen immer hinter neuen Weisen her, und vernachlässigen die altmodischen; aber diese, im Ganzen genommen, haben die Probe der Zeit bestanden und bewiesen, dass sie zu den fruchtbringendsten gehören. Bleiben Sie bei Ihrem Lehren in der Sonntagsschule, bei Ihrem Straßenpredigen, Ihrer Traktat-Verteilung; Ihren Hausbesuchen und all solch guten Dingen, tun Sie dieselben zehnmal besser als je zuvor und sehen Sie nach Bekehrungen in denselben aus.

Aber zugleich wünschte ich, dass unsre Kirchen viel mehr Anstrengung aufwendeten im Einzelnen und Besonderen. Ich weiß nicht, wann ich je mehr den Segen Gottes fühlte, als neulich Nachmittags, wo ich im C… Hotel vor den Geschäftsleuten der Börse3) predigte. Mein lieber Freund M. gab mir an einem anderen Nachmittag Gelegenheit, allen seinen Handlungsdienern und Schreibern eine Ansprache zu halten. Ich tat es und erhielt einen Brief, den ich sehr hoch schätze und aufbewahren werde. Es ist ein Brief, von ihnen allen unterzeichnet, der mir dankt, dass ich gekommen, um zu ihnen zu predigen. Und neulich Abends hatten wir hier eine Versammlung von Kohlenträgern, einige Soldaten mit darunter und andre hart arbeitende Männer verschiedener Klassen, 4-500 Leute.

Wir gaben ihnen gutes, kräftiges Fleisch zu essen und bekamen sie auf diese Weise hinein; aber nachher, wie horchten sie zu! Einige von ihnen sagten, sie hätten es gern noch eine Stunde länger getan, sie waren so willig zu hören. Und doch stellten wir ihnen das Evangelium recht scharf vor. Nun, ich glaube nicht, der Herr erwartet, dass die Leute mit hungrigem Magen das Evangelium hören sollen. Ich denke, er sieht uns gerne das tun, was er selbst zu tun pflegte. Er sieht sie gerne gespeist; und ob wir ihnen erst zu essen geben oder erst das Evangelium predigen, sie beginnen uns zu glauben; und vielleicht, wenn sie erst uns glauben, werden sie nachher dem Evangelium glauben. Ich wünschte, Feder hier, der eine Anzahl Männer oder Frauen in seinem Geschäft anstellt, brächte sie, vielleicht ein- oder zweimal im Jahr, zusammen, um eine Predigt oder Ansprache zu hören. Es gibt viele treffliche Männer, die willig genug wären, mit ihnen zu reden, und eine Gelegenheit dafür suchen, aber sie nicht zu finden wissen. Denken Sie, Sie christlich Gesinnten, dass Sie die Zimmer, welche Sie haben, genugsam brauchen? Wir hatten viele Unkosten davon, hier und da ein Lokal zu mieten; aber dort lebt mein trefflicher Freund in einem Hause von 300 L. Miete jährlich; und dieses Besuchszimmer ei! was für ein prächtiges Zimmer ist es! Aber wie oft wird es benutzt? Vielleicht zweimal im Jahr, und die übrige Zeit ist es nur dazu da, um den Pastoren zu töten. Wenn der kommt, wird er in diesen kalten, schauerlichen Salon geführt und weiß nicht, was er mit sich anfangen soll. Er wünscht, sie möchten ihn ins Wohnzimmer hinunter gehen lassen und sich am Feuer niedersetzen. Aber nein das Besuchszimmer das ist der Ort, um die Menschen zu töten: es ist ein mörderisches Zimmer und gibt den Leuten Rheumatismus und alle Arten Leiden. Ich kann nicht ausfindig machen, weshalb man solche Zimmer hat: aber die richtige Art, sie zu gebrauchen, wäre, Bibelklassen und Betstunden darin zu halten. Mrs. B. benutzt das Besuchszimmer und alle anderen zu Klassen und Versammlungen am Sonntag. Wir haben Schulstuben usw. zu bauen und Sie benutzen Ihre eigenen Stuben gar nicht. Einige von Ihnen könnten hundert und zwei hundert Leute in ihren Häusern haben ohne irgendwelche Kosten, ausgenommen, dass sie ihren Fußteppich aufzurollen hätten. Nun, was tut das? Er würde umso mehr geschont werden, darf ich wohl sagen. Es gibt alle Arten Dinge zu tun, wenn man wünscht, Seelen zu Christo zu bringen. Man sollte mitunter dies Mittel anwenden und ein andres Mal das. Ich sehe einen alten Freund hier im Tabernakel: ich will nicht auf ihn hinweisen. Ich meine, er brachte mir letztes Jahr vier Seelen, die zu der Kirche hinzugetan wurden. Er geht im Hyde Park umher, denn er hat nicht viel zu tun, und knüpft ein Gespräch in höflicher Weise mit Leuten an und erzählt ihnen, dass er ihnen Einlass ins Tabernakel verschaffen kann und bringt sie in seinen Stuhl, denn er bezahlt für vier oder fünf Sitze zu diesem Zwecke. Er bringt sie nicht hierher und weist ihnen den Sik eines Andern an. Schon viele Jahre lang hat dieser liebe Freund große Belohnung gehabt, indem er Leute hierher brachte und sie nachher bekehrt fand. Aber Einige von uns sind so sehr schüchtern, dass wir uns nicht aufdrängen mögen; ich wünsche, etwas von unsrer natürlichen Bescheidenheit könnte anderen Leuten mitgeteilt werden. Ich erinnere mich, da ich zuerst als Knabe nach London kam, um zur Schule nach M. zu gehen, und in einen Postwagen stieg, der dahin fuhr, kam ein Mann, der Messer mit 25 Klingen oder so verkaufte. Er steckte eins in das Kutschenfenster und hielt es grade mir ins Gesicht, ob ich es kaufen wolle. Warum drängte er sich mir so auf? Er hatte kein Recht, mir das 25klingige Messer vors Auge zu stecken. Aber, wissen Sie, er hatte nie jene Bescheidenheit studiert, die Einige von uns besitzen. Wenn er das Messer in der Tasche behalten und leise gesagt, „Wenn hier Jemand sein sollte, der ein Messer mit 25 Klingen sich ansehen möchte, ich habe eins irgendwo in meiner Tasche,“ so würde er in einem Jahrhundert nicht Eins verkauft haben. Aber er öffnete die Klingen und wusste, dass das Messer ein Ding von wunderbarer Anziehungskraft für einen Knaben war und ersah mich deshalb zu seinem Kunden. Ich wollte, Sie dächten ungefähr so: „Ich wünschte, diese armen Seelen möchten Christum annehmen, und ich will sie nicht in so milder Weise anreden, dass ich sicher bin, abgewiesen zu werden; sondern ich will ihnen Christus vor Augen stellen, wenn nötig, in einer sonderbaren Weise, so dass es sie aufschreckt, lieber als dulden, dass sie dahingehen, ohne ihn zu kennen.“ Ich beabsichtige noch viel mehr hierüber zu sagen; aber meine Zeit ist abgelaufen bis auf ein paar Minuten, in welchen ich zu denen sprechen will, die noch nicht bekehrt sind.

„Wie kann ich errettet werden? Wie gelange ich dazu, errettet und jetzt errettet zu werden?“ Ein Freund schrieb mir kürzlich, um mir zu danken, dass ich eine Predigt mit einem kurzen Gebete geschlossen und diejenigen, welche den Heiland suchten, gebeten, in dieses einzustimmen. Er sagte: „Einige sind so ganz unwissend in Betreff des Heilsweges, dass sie es nötig haben, dass man ihnen sogar die Worte in den Mund legt.“ Ich gedachte daran, wie der Herr sagt: „Nehmt diese Worte mit euch und bekehrt euch zum Herrn und sprecht“ und wie er die Sünder genau lehrte, was sie sagen sollten. Ich glaube, wir können nie das Evangelium zu einfach darstellen oder es zu oft wiederholen. Wohl, Seele, wenn du sagst: „Was habe ich zu tun?“ Du hast dies zu tun den Herrn Jesum Christum zu glauben und dich taufen zu lassen denn „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammet werden.“

Es geschieht oft, dass Personen nach dem Gottesdienst zu mir kommen und mich bitten, für sie zu beten. Ich erzählte den Freunden Sonntagabend, wie ich eine Dame behandelte, die wahrscheinlich hier anwesend ist. Sie kam zweimal zu mir, um über ihre Seele zu sprechen, und ich sagte ihr das zweite Mal: „ich habe Ihnen klar den Weg zur Seligkeit gezeigt, nämlich, dass Sie Ihre Seele Seinen Händen anvertrauen und sich Ihm übergeben müssen und auf Sein Versöhnungsblut bauen. Haben Sie das getan?“ Sie sagte „Nein“ und bat mich, für sie zu beten. Ich sagte „Nein, gewiss nicht.“ Sie sah mich erstaunt an und fragte: „Wollen Sie nicht für mich beten?“ „Nein,“ sagte ich, „ich habe nichts, um das ich für Sie beten kann. Ich habe Ihnen so klar den Weg zur Seligkeit vorgelegt, wenn Sie ihn nicht wollen, so werden Sie verloren werden, und wenn Sie ihn wollen, so werden Sie jetzt errettet werden. Ich habe Ihnen weiter nichts zu sagen, sondern im Namen Gottes Ihnen Leben und Tod vorzulegen.“ Sie sagte wieder: „Beten Sie doch für mich.“ „Nein,“ sagte ich, „wollen Sie, dass ich Gott bitte, Sie selig zu machen, ohne dass Sie glauben? Sie verdienen, verdammt zu werden, wenn Sie nicht glauben wollen, doppelt so. Wollen Sie, dass ich Gott bitte, Sein Evangelium zu ändern und Sie einzulassen als eine Ausnahme? Ich sehe nicht ein, warum er das sollte. Sein Heilsplan ist so einfach, dass Sie den annehmen müssen; und wenn Sie es nicht wollen, so werde ich Gott um gar nichts bitten, denn ich sehe nichts, was von Seiner Seite Not tut. Ich frage Sie dies: „Wollen Sie an den Herrn Jesum Christum glauben?“ Ich sprach sehr deutlich, und war fast erstaunt, muss ich bekennen, als sie sehr überlegt sagte: „Wenn es denn so ist, dass die Seligkeit durch mein Glauben kommt, so glaube ich, was die Schrift von Christo sagt; und noch mehr, ich fühle, dass ich mich Ihm anvertrauen kann, weil Er Gott ist und weil Er ein genügendes Opfer dargebracht hat; und ich vertraue mich Ihm an,“ fügte sie hinzu, „in diesem Augenblick und fühle eben jetzt einen so eigentümlichen Frieden über mich kommen. Ich habe mich Ihm anvertraut. Ich bin gewiss, ich bin errettet.“ Und nach ein paar Minuten sagte sie: „Adieu, es sind Andere da, die warten, um Sie zu sehen,“ und fort ging sie wie eine vernünftige Frau, die sie war.

Warum wollt ihr sterben? Warum wollt ihr sterben? O, warum ist es so hart für Menschen, willig zu sein, ihr eignes Wohl zu finden willig, aus ihrem Elend errettet zu werden? Warum? Ihr könntet Gold weggeben, Säcke voll, und Jedermann verlangt es. Ihr braucht nur eine Handvoll Kupfermünzen zu nehmen und sie aus dem Fenster zu werfen und die Straßen werden voll Leute sein. Aber wenn dies, was besser ist als Gold und Juwelen, den Menschen umsonst dargeboten wird, so treten sie es unter die Füße, wie die Säue die Perlen. Wohl, wenn ihr dies tun wollt, so bitte ich den Herrn, Mitleid mit euch zu haben und euch lang zu tragen; aber, so gewiss ihr lebt, es wird noch eines Tages furchtbar zwischen euch und eurem Gott werden, denn die, welche nicht biegen wollen, müssen brechen, und wer sich nicht beugen will, wird in furchtbares Verderben stürzen. Verwerft nicht den Christus, der errettet! Tötet nicht eure Seelen! O, ewiger Geist Gottes, wirke in den Menschen jenen einfachen, kindlichen Glauben, welcher sie zum Heiland bringt! Amen.

1)
Der Gottesdienst fängt an den Wochenabenden erst um sieben Uhr an, so dass sie nach beendigter Arbeit hingehen können. Anm. d. Übers.
2)
Es ist an vielen Orten in England Sitte, dass der Pastor nach dem Gottesdienst in der Sakristei Leute sieht, die ihn zu sprechen wünschen, was es diesen sehr viel leichter macht, als wenn sie erst in sein Haus gehen müssten. A. d. Üb.
3)
Einige von ihnen hatten einen großen Saal in einem Hotel gemietet und Spurgeon aufgefordert, nach Schluss der Börse dort eines Nachmittags zu predigen, und dann Eintrittskarten an die Börsenleute verteilt. Anm. d. Übers.
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