Luthardt, Christoph Ernst - Missions-Predigten und Vorträge - Das Missionswerk im Lichte des Vorbildes Pauli.
Missions-Vortrag, gehalten in der Johanniskirche zu Leipzig am 25. März 1860.
Das Missionswerk im Lichte des Vorbildes Pauli. Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem
HErrn Jesu Christo! Amen.
Wir schicken unserer Missionsbetrachtung das Schriftwort Ap.-Gesch. 22, 21 voraus, welches also lautet: „Und der HErr Jesus sprach zu mir: Gehe hin; denn ich will dich fern unter die Heiden senden.“
Geliebte in dem HErrn! Wir wollen heute nicht wie gewöhnlich einzelnes aus der Geschichte der Mission betrachten, sondern das Werk der Mission überhaupt im Ganzen und großen uns einmal vor die Seele führen, um unseren Mut des Glaubens und der Hoffnung dadurch zu stärken.
Zu allen Zeiten hat die Kirche Christi Mission getrieben, und wenn sie es unterlassen hat, so ist es ein übles Zeichen für den Stand der Kirche gewesen. Wenn wir aber zurückgehen in die alten Zeiten, so bleiben unsere Blicke hasten an dem einen, welcher unser aller geistlicher Vater in Jesu Christo geworden und das Vorbild aller Missionstätigkeit der Kirche Christi ist am Apostel Paulus. Seitdem er das Evangelium losgelöst hatte von den Banden des Gesetzes Israels, ging es, freigeworden, im eilenden Siegeszuge durch die ganze Welt. Er hat wie ein streitbarer Held im heiligen Kriege unseres Gottes das Banner Jesu Christi von Osten bis in das Abendland, von Jerusalem bis Rom getragen. Wie die Sonne aufgeht im Osten und im Westen untergeht, so hat Paulus seines Herrn lichtes Evangelium von Osten nach Westen getragen. Wir können wohl sagen, dass von ihm gilt, was der Psalmist von der Sonne sagt: „Sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held zu laufen den Weg.“ So ist das Licht des Evangeliums zu uns, den Abendländern, gekommen, und wir nun wollen es tragen und tragen helfen zu denen, die im Osten im Finstern sitzen. So lasst uns denn betrachten das Missionswerk im Lichte des Vorbildes Pauli.
Da ist das erste Stück, das wir uns vor Augen stellen wollen, das Ziel, welches der HErr seiner Mission gesetzt hat. Denn wenn man sich auf einen Weg begibt, so muss man vor allem das Ziel kennen. Die Mission ist das Werk, welches das Evangelium in Gang bringt, dass es durch die Welt lause. Welches ist das Ziel dieses Laufes? Das Ziel der Mission ist, dass alle Völker der Erde Christi werden. Draußen am Missionshause lesen wir geschrieben: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ Und da der Herr Abschied nahm von seinen Jüngern und die Taufe einsetzte, da lauteten seine Worte: „Darum geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch geboten habe.“ Und so hat es der Apostel Paulus auch gehalten; denn das Ziel seines Weges war von Anfang an Rom, die Hauptstadt der Welt, dass von da aus das Licht sich ausbreite. Und so lehrt auch der Apostel im Anfang des Römerbriefes, dass er berufen sei, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Völkern (1, 6) und im 11. Kap. V. 25 desselben Römerbriefes sagt er, dass eingehen soll in die Kirche Christi die Fülle der Heiden, das ist die Vollzahl, die Gesamtheit der Völker. Das ist das Ziel, das der Herr seiner Mission gestellt hat. Nicht ein Ziel, das wir erwählt haben, sondern das der HErr ihr gesteckt hat, dass alle Völker christlich werden sollen. Das ist aber auch natürlich, denn Christus ist ein Herr der ganzen Erde, und er sitzt zur Rechten des Vaters auf dem Thron der Majestät in der Höhe, auf dass alle Völker ihm sollen untertan werden und aller Knie sich ihm beugen, nicht allein die im Himmel und unter der Erde, sondern auch die auf der Erde sind, und alle Zungen ihm Lob sagen. Wir sagen vom Christentum, es sei eine Weltreligion. Es ist eine Weltreligion was heißt das anders, als dass es eine Religion ist für die ganze Welt, dass diese also das Bekenntnis Christi annehmen soll? Das Christentum soll also die ganze Welt durchdringen.
Freilich, wenn das Christentum bestünde in äußern Sitten, Gebräuchen, Ordnungen, so könnte es etwa in Widerspruch geraten mit den Sitten und Ordnungen der Völker. Denn jedes Volk hat seine besonderen Sitten und Gebräuche. Nun aber ist das Christentum nicht ein solch äußerlich Ding, sondern eine Sache des Herzens, so dass alle Völker, mögen sie eine Farbe tragen, welche sie wollen, und Sitte und Brauch haben, welchen sie wollen, alle diesen Glauben annehmen und ins Herz aufnehmen können. Denn es predigt von dem Herzen Gottes und wendet sich predigend an das Herz des Menschen. Gleichwie alle Menschen auf Gottes Erdboden Sünder sind und die Liebe Gottes allen gilt und wie sie alle das Heil Gottes brauchen, so ist in Christo Jesu das Heil für alle vorhanden und so ist in der Predigt von der Glaubensgerechtigkeit ein Weg des Heils für alle eröffnet. Das Evangelium gilt für alle und muss auch noch zu allen hindurchdringen, wie wir auch vorhin in unserem Liede gesungen haben: „Es kann nicht Ruhe werden, bis seine Liebe siegt und dieser Kreis der Erden zu seinen Füßen liegt.“
Das ist etwas Großes, meine Lieben, dass wir an einem Werke arbeiten, das die ganze Welt umfassen soll und nicht eher stille stehen darf, als bis die Enden der Erde auch die Grenzen der Kirche geworden sind. Das ist ein großes Ding, dass des Christen Auge über die ganze Erde hinschweift und sein Herz alle Völker umfasst. Es ist eine Zeit gewesen und ist noch nicht lange her, vor 20 oder 30 Jahren, da mussten sich die Freunde der Mission sammeln in kleinen Hinterstübchen, verachtet von den anderen, beargwöhnt von der Polizei, die oft wunder was für bedenkliche Gedanken darüber hatte, was doch das sei, dass diese zusammenkommen und ihrem König Christo Lieder singen. Und diese „Pietisten“ oder „Mucker“ oder dergleichen, wie man sie nannte, die in den Winkeln sich verkriechen mussten, deren Herz hatte alle Völker umfasst, ihr Auge schweifte über alle Länder und ihr Mund sang von Christo, dem König der Erde. Sie erzählten einander von den Leuten auf der Südsee und den Negern in Afrika und den Tamulen in Ostindien. Da sehen wir denn: der Christ hat einen Sinn und Blick für die ganze Welt. Das Ziel der Mission also, welches der Herr ihr gesteckt, das ist die Bekehrung der ganzen Erde.
Daraus können wir nun zum anderen auch sehen, welches die Aufgabe der Mission ist. Sollen alle Völker christlich werden, so ist die Aufgabe der Mission, die Völker christlich zu machen. Es besteht die Aufgabe der Mission nicht bloß darin, dass die Missionare hingehen in ein Land und dort auf der Küste stehen bleiben oder in irgendeine Stadt gehen und predigen und ein paar Seelen gewinnen und dann etwa sprechen: Nun ist diesem Volke auch Zeugnis abgelegt und wir können weiter gehen. Die Mission will nicht nur einige wenige Seelen gläubig machen, sondern sie soll die Völker christlich machen.
Denn so sagt der Herr, dass das Evangelium soll gepredigt werden aller Kreatur, und dass zu Jüngern gemacht werden sollen alle Völker. Als an Pfingsten der Geist ausgegossen wurde über die Schar der versammelten Jünger und sie in allerlei Sprachen redeten, was bedeutete dies Reden in allerlei Sprachen? Was anders, als dass das Evangelium soll gepredigt werden in den Sprachen aller Völker auf Gottes Erdboden? Als der Apostel Paulus von dem HErrn zu seinem großen Missionar erwählt wurde, hat er da etwa gedacht: es ist gleich, ob ich auf dies Dorf hinausgehe, oder in diese Stadt hinein, wenn ich nur etliche Seelen selig mache? Freilich eine einzige Seele ist mehr wert als die Schätze der Erde; aber der HErr will sich nicht begnügen mit einigen Seelen, sondern das Netz soll weit ausgespannt werden, um der Fische möglichst viele zu sammeln. So ist denn Paulus auch nicht in entlegene Orte gegangen und in die Dörfer und Weiler hin und her; nein, in die Hauptstädte ist er gegangen, und zuletzt nach Rom, um den Leuchter des Evangeliums möglichst hoch zu erheben. Je höher der Leuchter steht, umso weiter scheint das Licht, um so mehrere können es schauen und in seinem Scheine wandeln. Wenn man also auf das Große und Ganze sieht, kommt es auch den einzelnen am besten zu gut. Also die Mission soll die Völker christlich machen.
Freilich muss man an den einzelnen anfangen. Aber wenn die Missionare hingehen und die einzelnen gewinnen, so ist das nächste, dass sie eine Gemeinde bilden und durch die Gemeinde wirken auf das übrige Volk.
Darum hat der Heilige Geist gepredigt in den verschiedenen Sprachen und nicht bloß in einer Sprache. In der Sprache spricht sich der Geist eines Volkes aus. Wir Deutsche sprechen deutsch, die Franzosen Französisch, die Italiener italienisch; jede Sprache passt für ihr Volk und für dessen Geist. Die deutsche Sprache ist für uns, und die französische ist ein Zeichen des französischen Geistes und die italienische lässt den italienischen Geist erkennen usw. So soll das Evangelium gepredigt werden in mancherlei Sprachen, d. h. es soll zum Herzen und nach der Art der verschiedenen Völker reden und ihren Geist treffen. Wenn Paulus im pisidischen Antiochien redet, da redet er mit den Leuten von Gott dem Schöpfer, der Regen und fruchtbare Zeiten gibt und die Herzen erfreut mit Speise und Trank und kommt von da aus auf Jesum Christum zu sprechen. Er predigt ihnen so, wie sie es verstehen. In Athen wiederum predigt er so, wie es auch für die Philosophen Athens passt. So wandelt er seine Stimme, um einem jeden Volk zu predigen, wie es für seine Art und Gedanken angemessen ist. So müssen es auch die Missionare halten, und so muss dasselbe Evangelium mannigfaltige Gestalt und Rede annehmen nach der Weise der verschiedenen Völker und ist doch überall dieselbe tröstliche und fröhliche Botschaft von Jesu Christo, dem Heiland der Sünder. Wir haben ein altes deutsches Gedicht aus der Zeit der Bekehrung unserer Vorfahren, das heißt Heliand, d. i. Heiland. Da sehen wir, wie die Deutschen von dem HErrn Christo gesungen und gelehrt haben. Da erscheint er wie ein Volksfürst, der mit seinem Gefolge, den Jüngern, einherzieht und Gottes Krieg kämpft gegen den Teufel und seine Geister. So ist bei unseren Vätern das Evangelium in Fleisch und Blut übergegangen. So muss man es auch den Tamulen predigen, dass es der Tamulen Gedanken trifft. Und wenn dann einer gläubig wird, so muss man ihn nicht herausnehmen aus seinem Volk, dass er aufhört ein Tamule zu sein, sondern er soll ein christlicher Tamule sein. Aber freilich, wenn sich das miteinander gut soll vertragen können, sein Christentum und seine Volksgemeinschaft, so muss das Volk selbst christlich werden, wie unser Volk auch ein christliches Volk geworden ist. Natürlich nicht mit äußerer Gewalt, sondern mit der Macht des Wortes, das sich an die Herzen wendet. Aber dieses muss eine Macht für das ganze Volk zu werden suchen. Denn es ist doch ein ganz anderes Ding und eine mächtige Hilfe für das Leben des einzelnen, wenn Sitte und Brauch des Volkes und seines öffentlichen Lebens auch christliche Art und Weise annimmt, als wenn der einzelne Christ in der verderblichen Luft des Heidentums fortleben muss und die Sitte des Volkslebens die heidnische bleibt mit ihren Verführungen und Verderbnissen. Da ist's dann natürlich, dass viele einzelne wieder zurückfallen in das, alte heidnische Wesen ihres Volkes, dem sie angehören. Also das Evangelium soll gepredigt werden den Völkern und soll die Völker christlich machen.
Auf welchem Wege nun soll es zu ihnen gebracht werden? Das ist das dritte. Es ist nicht so, dass man eine Missions - Karte vornimmt, auf welcher die christlichen Länder weiß, die heidnischen schwarz gezeichnet sind, und sich da umsieht, wo etwa noch ein Volk wäre, dem das Evangelium gepredigt werden könnte, und das man sich dann aussucht, um da Mission zu treiben. Sondern man muss die Wege gehen, die der HErr zeigt und bahnt. So ist der Apostel Paulus, als er zum großen Missionar der Heiden erwählt worden, nicht dahin oder dorthin gegangen, sondern er wählte die große Verkehrsstraße, die Gott schon vorbereitet hatte für den Gang des Evangeliums. So ist es demnach nicht Sache der missionierenden Kirche, dass wir etwa Entdeckungsreisen machen, wie jener Engländer (Livingstone) im mittleren Afrika, und die Völker aussuchen, von welchen auf der Karte noch gar nichts verzeichnet steht, um da neue Plätze für die Mission zu gewinnen. Nicht wir haben etwa dem Handel den Weg zu bereiten, sondern uns den Weg von ihm bereiten zu lassen. Denn da hat Gott der Herr selbst seiner Kirche die Pfade bereitet. Wir haben es auch nicht nötig. Denn es stehen uns Wege genug offen.
Uns nun ist der Weg deutlich gezeigt. Bei uns ist gar keine Frage, was und wo wir zu arbeiten haben. Wir sind hingestellt in unser Tamulenland und haben da zu bleiben, bis wir da unsere Schuldigkeit getan und unsere Ausgabe erfüllt haben. Dies ist noch lange nicht geschehen, denn die 5000 Christen, die wir haben - was ist das gegen ein solches Volk mit 12 bis 13 Millionen? Und solange wir da unsere Ausgabe noch nicht erfüllt haben, haben wir kein Recht, weiter zu gehen. Freilich es wäre interessanter, wenn man in dies und jenes Land Missionare schickte und so eine Reihe sehr verschiedener Stationen hätte. Da gäbe es viel Mannigfaltigeres zu berichten von den verschiedenen Völkern, ihren Sitten und Bräuchen und dem verschiedenen Schicksal des Evangeliums bei ihnen. So aber berichten wir immer nur wieder von den Tamulen. Das kann wohl am Ende langweilig werden. Aber die Mission ist nicht für die Unterhaltung da und auch nicht für die Völkerkunde; sondern für das, was uns aufgetragen ist, dass wir nämlich den Befehl des HErrn erfüllen und zwar da, wo er uns hingestellt hat. Und wo er uns hingestellt hat, haben wir nicht das Recht, unsere Sache bloß halb zu tun und dann wieder weiter zu gehen. Verlieren wir doch die Geduld nicht, wenn's nicht so schnell geht! Es ist in den alten Zeiten auch nicht so schnell gegangen, als es uns jetzt scheint, sondern hat auch viel Zeit und Mühe gekostet. Und dann: hat der HErr schon so lange Geduld, hat er mit uns Menschenkindern so lange Geduld gehabt und lässt er sich's nicht verdrießen, einem jeden von uns hundert und tausendmal nachzugehen, bis wir uns von ihm auf seinen Weg bringen lassen, so denke ich, können wir armen Menschenkinder auch ein wenig Geduld haben und brauchen es uns nicht gleich verdrießen und langweilig werden zu lassen, wenn es etwas lange dauert, bis das Bollwerk des Satans so stark erschüttert ist, dass unsere Streiter draußen durch die Bresche hineinstürmen, die Burg zerstören und dem Erdboden gleich machen und an die Stelle der Burg Satans den Tempel Jesu aufbauen können.
Welches ist nun, meine Lieben, nachdem wir den Missionsweg betrachtet haben, zum vierten die Missionsarbeit draußen? Die Missionsarbeit, welche unsere Missionare zu erfüllen haben, ist nicht etwa, unkultivierten Völkern Kultur zu bringen. Wohl, wo das Evangelium gepredigt wird unter den Völkern, da bringt es auch Kultur und Bildung mit sich. Aber das ist eine heilsame Folge, welche der HErr als Zugabe schenkt, aber nicht die Aufgabe selbst. Diese besteht auch nicht darin, dass man den fremden Völkern europäische Sitten bringe - wie viele Engländer wunder meinen, was sie erreicht haben, wenn die Eingeborenen sich europäisch kleiden, oder in europäischer Weise essen und trinken. Die Mission hat nicht die Aufgabe, solche Sitten, wie sie bei uns heimisch sind, dorthin zu tragen, sondern ein jedes Volk soweit es mit Gottes Wort verträglich ist zu lassen in seiner Art und Sitte. Es ist genug, wenn es nur glaubt an den HErrn Christum. Der Apostel Paulus sagt am Anfang des Römerbriefes, er sei berufen, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten. Er sagt nicht: den Gehorsam des Gesetzes. Es ist nicht das die Arbeit der Missionare, dass sie den Tamulen ein Gesetz bringen, etwa: ihr seid keine rechten Christen, wenn ihr nicht alles, was eure Kaste1) mit sich bringt, auf der Stelle abtut; sondern ihre Predigt muss zunächst die sein: „Glaube an den HErrn Jesum Christum, so wirst du und dein Haus selig.“ Diesen Gehorsam des Glaubens aufzurichten, das ist die Arbeit unserer Missionare. In Kolossä war ein Christ, Philemon mit Namen, der hatte einen Sklaven, der entlief ihm und kam nach Rom, wo er mit Paulus zusammentraf und von ihm bekehrt und getauft wurde. Darnach schickte ihn Paulus wieder an seinen Herrn zurück und gab ihm einen Brief mit, in welchem er nichts von ihm verlangte, als dass er den Sklaven freundlich aufnehme als einen Bruder in Christo.
Wir müssen sagen, die Sklaverei ist unchristlich, und es ist eine Schmach, dass es noch Sklaverei bei Christen gibt. Trotzdem hat Paulus dem Philemon nicht geschrieben: „Die Sklaverei ist unchristlich und du musst den Sklaven loslassen,“ sondern er schickt ihm seinen Sklaven zurück und ermahnt ihn, er soll es ihm nicht entgelten lassen, sondern ihn freundlich annehmen und sich freuen, dass er nun an seinem Sklaven einen christlichen Bruder gewinne. So will der Apostel also nicht die Sklaverei durch ein Gesetz abschaffen, denn er ist nicht gesandt, Gesetze zu geben, sondern das Evangelium zu predigen und den Gehorsam des Glaubens aufzurichten. Das Christentum hat von selbst den Erfolg gehabt, dass die Sklaverei in Europa je länger je mehr verschwand. Daher dürfen wir auch den getrosten Glauben und Zuversicht haben, dass die Macht des Evangeliums, wenn es nur erst die Herzen gewonnen und überwunden hat, die unchristlichen Bräuche, Ordnungen und Satzungen, die die Völker draußen haben, überwinden und zu Boden werfen wird. Freilich ein jegliches Leben braucht seine Sitten und Ordnungen. Und wenn man einen. Weinberg anlegt, muss man Stäbe und Spaliere, an denen die Reben sich anranken, anbringen. Aber die Hauptsache sind die Weinstöcke. An den Stöcken und Spalieren wachsen nimmermehr Trauben. Der HErr, der einst kommen wird, wird Frucht suchen und nach den Weinstöcken fragen, nicht nach den Spalieren. Was hilft es also zu streiten und sich zu entzweien darum, ob es mit den äußeren Ordnungen, den Pfählen und Spalieren des christlichen Lebens, so oder so gehalten werden soll? Den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter den Völkern, das ist die Arbeit des Evangeliums. Mittelpunkt des Evangeliums aber ist das Kreuz Jesu. Das Kreuz zu predigen und sein Kreuz auszurichten auf den Höhen der Länder, auch des Tamulenlandes und vor den Augen des Tamulenvolkes, das ist die Arbeit, die Gott der Herr unseren Missionaren aufgetragen. Das ist die Arbeit unserer Mission, die der Herr reichlich segnen wolle.
Die Hauptsache ist aber das, was uns zu tun obliegt. Wir wollen also zuletzt reden von dem rechten Missionssinn, den wir haben sollen. Da nenne ich als das erste den Geist der Demut, dass wir uns nämlich nicht einbilden, als trieben wir etwas Sonderliches, indem wir uns an dem Werk der Mission beteiligen. Wir sollen nicht etwa meinen, weil wir einen Sinn für die Mission haben, und tätig dafür sind, wir hätten deshalb etwas vor den anderen voraus, wir seien um deswillen gute Christen und bessere als jene.
Dass wir uns beteiligen am Missionswerke, das ist eine so selbstverständliche Sache, dass wir auch nicht den geringsten Gedanken an Verdienst hegen dürfen. Der HErr hat seiner Kirche das Missionswerk befohlen, da ist es denn gar keine Frage, ob die Kirche will oder nicht. Wenn aber die Kirche missionieren soll, müssen die Glieder der Kirche dazu tun. Und das ist ganz natürlich, denn wir gehören mit zu der großen Völkerwelt auf Erden; wenn nun ein Teil davon christlich ist und ein anderer Teil ist's nicht, was ist da natürlicher als dass die, die christlich sind, zu sich sagen: „Was sind wir doch für glückliche Leute, dass wir diesen Trost haben im Leben und im Sterben; wenn ihn doch nur alle anderen auch hätten!“ und dass es ihnen keine Ruhe lässt, sie müssen den anderen, die noch nichts davon wissen, auch davon erzählen, und müssen dazu helfen, dass sie Teil daran bekommen. Darüber ist gar kein Wort zu verlieren. Also darauf haben wir keinen Grund, uns etwas einzubilden, als täten wir etwas Besonderes, dass wir Mission treiben; sondern wir tun, was sich ganz von selbst versteht, und was gar nicht anders sein kann.
Das andere, was ich nenne, ist der Geist der Nüchternheit. Wir sollen uns nämlich nicht etwa einbilden: Seit 60-70 Jahren ist ein neues Missionsfeuer in der Welt erwacht, nun wird es bald mit der Welt und der Geschichte aus sein; denn die Kirche missioniert. Das bisschen Mission, das die Christenheit jetzt treibt, das tut dem Himmelreich noch keine sonderliche Gewalt; das zieht den HErrn Jesum noch nicht vom Himmel herab, dass Er etwa nicht im Himmel bleiben könnte, sondern eilen müsste auf die Erde zu kommen; da muss erst noch ganz anders missioniert werden unter den Völkern. weil die Missionsarbeit ein so ganz selbstverständliches und natürliches Ding ist, dass wir keinen Grund haben davon viel Aufhebens zu machen, so wollen wir auch nicht meinen, als ob schon dies ein Zeichen vom Ende sei, sondern das ist die Aufgabe, welche die Kirche zu erfüllen hat von ihrem ersten Tage an bis zum letzten.
Das Dritte ist der Sinn der Ausdauer. Das nenne ich neben der Nüchternheit, weil das die Art der Menschen ist, von einem äußersten zum anderen überzuspringen. Wenn man einmal überspannte Gedanken von der Mission hat, als müsste nun die Welt bald ein Ende nehmen, weil die Kirche missioniert dadurch und die Völker etwa bald alle bekehrt sein würden, und man sieht, dass das Weltende doch nicht so schnell kommt, ja dass es auch mit dem Missionswerk nicht so schnell vorwärts geht, und dass z. B. unsere Kirche schon lange an den Tamulen herumarbeitet, aber das Tamulenvolk noch lange nicht christlich ist; und wenn man endlich sieht, dass es den anderen Missionen bei den anderen Völkern auch nicht anders geht, so verliert man leicht den Mut und die Geduld. Da gilt es Ausdauer zu haben, wie es ein altes Sprichwort sagt: Der Tropfen höhlt den Stein aus. Auch sollen wir daran denken: Gottes Mühlen mahlen langsam. Wenn unser Herrgott im Himmel warten kann und wird nicht ungeduldig, so können wir wohl auch warten. Er wartet nun schon seit 6000 Jahren und ist noch nicht am Ziele. So sollen auch wir nicht missmutig werden, sondern stille halten und ruhig sein im Glauben und Hoffen.
Das ist denn das Vierte: der Geist der Stille, dass wir nämlich in der Mission nicht immer etwas Neues sollen hören wollen, sondern stillehalten können. Petrus sagt: 1000 Jahre sind vor dem HErrn wie ein Tag und ein Tag wie 1000 Jahre. Das heißt: oft gehen 1000 Jahre so langsam dahin, dass in den 1000 Jahren nicht mehr zu geschehen scheint, als an einem Tage geschehen könnte, und wiederum geschieht oft an einem Tage mehr, als man meint, dass in 1000 Jahren geschehen könnte. So also führt Gott die Geschichte wunderlich und manchmal sehr langsam. So sollen wir uns von Gott auf seine Wege führen lassen und nicht immer etwas Neues hören wollen, nach der Art der falschen geistlichen Genusssucht. Es ist eine Krankheit, die unter den Christen und Missionsfreunden viel verbreitet ist, dass sie immer nur erbauliche Geschichten hören wollen und der geistlichen Genusssucht pflegen. Die Mission ist nicht zunächst dazu da, dass wir etwas davon haben, sondern sie soll etwas von uns haben, denn wir sind die Reichen und draußen sind die Armen. Die brauchen den Zufluss von uns; wir müssen ihn geben in Glaube, Hoffnung, Gebet, Zusprache und dgl. und nicht von ihnen nehmen wollen. Freilich schenkt es uns der barmherzige HErr, dass wir, wenn wir unsere Schuldigkeit tun, auch einen reichen Segen davon nehmen. Aber nicht zunächst um deswillen sollen wir Mission treiben, sondern um unsre Schuldigkeit zu tun, und das andere alles Gott überlassen, wie er unsre Arbeit segnen und wie er sie uns selbst wieder zu Gute kommen lassen will.
Aber zum anderen sollen wir nicht bloß frei sein von geistlicher Genusssucht, sondern auch von Kritiksucht. Denn das ist der andere Fehler, in den man leicht verfällt, dass einem vieles nicht recht ist und dass man sich allerlei Gedanken darüber macht: dies sollte so sein, jenes so usw. Da muss ich eine Geschichte aus heidnischer Zeit erzählen. Die Römer führten, wie ihr wisst, viele Kriege, und so waren sie denn auch im Krieg mit einem makedonischen König, namens Perseus. Der hatte schon verschiedene römische Feldherren und Heere geschlagen, so dass die Römer sich schämten, dass sie so viel Niederlagen erlitten. Sie sahen sich deshalb nach einem Feldherrn um, der im Kriegshandwerk geübt sei, bereits glückliche Kriege geführt habe und in hohem Ansehen bei allen stehe. So erwählten sie denn einen gewissen Ämilius, einen ziemlich alten Mann, der seit geraumer Zeit sich vom öffentlichen Leben ins Privatleben zurückgezogen hatte. Den forderten sie auf, er solle den Oberbefehl übernehmen. Ämilius Paulus trat vor das versammelte Volk und sprach vor ihm etwa so: Er wolle das, was sie von ihm verlangen, wohl gern tun im Vertrauen auf die gnädige Hilfe der Götter; er wolle suchen seine Schuldigkeit zu tun, und wenn er nach Hause komme, wolle er Rechenschaft ablegen. Aber er müsse sich etwas ausbitten. Nämlich unter dieser zweifachen Bedingung allein wolle er in den Krieg ziehen, erstlich dass sie keine anderen Berichte annehmen, als die er ihnen schicke; er wolle ihnen alles Nötige der Wahrheit gemäß berichten, sie sollten aber keine anderen Berichte annehmen, die sie leicht irre führen könnten. Und sodann sollten sie sich alles Kritisierens und Räsonierens enthalten. Wer einen guten Rat geben wolle, der möge mit ziehen, da wolle er ganz gern guten Rat annehmen. Aber wer zu Hause bleiben wolle, der solle auch mit seinem guten Rat zu Hause bleiben; solche Hilfe nütze ihm nichts. Denn die Folge dieses Kritisierens sei nur, dass der Eifer gedämpft werde und die Begeisterung für die Sache erkalte. Dies haben ihm denn auch die Römer versprochen. Und er zog hin, schlug den König Perseus und kehrte heim als Sieger. Ähnlich ist es nun auch hier. Fehler werden in Menge gemacht draußen und daheim. Aber wenn wir unsere Schuldigkeit tun, und nach bestem Wissen und Gewissen handeln, dann dürfen wir uns auch des getrösten, dass der HErr unsere Fehler, die wir in Unwissenheit tun, schon wieder gut machen wird. Aber was hilft es, das was geschieht, immer wieder zu kritisieren und besser wissen zu wollen? Das dient zu nichts. Wenn man sich auf einen Weg macht nach einem Ziele, kommt man nicht vorwärts, wenn man alle Augenblicke stehen bleibt und über den Weg disputiert. Sondern das richtige ist, wenn man das Ziel fest im Auge hat, dass man immer vorwärts geht, wenn man auch manchmal einen kleinen Umweg rechts oder links macht. Zuletzt kommt man doch noch zum Ziel, während das Disputieren nur aufhält. Also durch solches Nichten und Urteilen, ohne dass eine Frucht daraus kommt, wird nur die Sache aufgehalten und die Begeisterung für dieselbe erkaltet.
Das letzte aber ist, dass wir mit dem helfen, womit wir dienen können, das ist das Gebet. Gott der HErr schenke uns doch reichlich den Geist des Gebets! Müssen wir doch sagen, es ist Sünde und Schande, dass wir ein so kaltes Herz zur Missionssache haben. Nehmen wir an, es gebe einen Krieg, es kämen etwa die Franzosen und rückten nach Deutschland und bekriegten unser Land und Volk und wir wüssten unsere Brüder und Freunde draußen im Feld, und wüssten, dass Schlachten geschlagen werden oder bevorstehen: würden da unsere Herzen nicht warm werden und wir Tag und Nacht daran denken und es im Herzen bewegen und sorgen, wie es wohl gehen werde, wenn so alles in Gefahr steht, Haus und Hof, Land und Volk, König und Vaterland, Heimat, Weib, Kind, Sitte, Sprache, Freiheit?
Nun wohl, wenn unsere irdischen und nationalen Güter bedroht sind, da können wir warm sein und das Herz bewegt und da draußen steht unser Kriegsherr, der Oberste unserer Heerscharen, Jesus Christus, und hat seine Kreuzesfahne in der Hand und stürmt an wider die Burg des Satans und unsere Brüder laufen und stürmen mit ihm und wir sitzen zu Haus, kalt, tot, schläfrigen Herzens und denken vielleicht je zuweilen alle acht Tage daran, dass da draußen unsere Missionare sind, und nehmen ihren Kampf je zuweilen betend auf unsere Lippen, anstatt dass diese große Reichssache unseres Herrn Jesu Christi Tag und Nacht unsere Gedanken verfolgen, unsere Herzen bewegen sollte und uns nicht ruhen lassen, anstatt dass wir mit Gebeten den Himmel stürmen sollten, dass doch Gott der Herr endlich einmal die finsteren Wolken in Gnaden zerreißen möchte, welche die Blicke dieser heidnischen Völker also verdüstern, dass sie die Herrlichkeit der Gnade Gottes in Christo nicht zu schauen vermögen und sich nicht zum Kreuze wenden, dass doch, meine Lieben, das Licht des ewigen Lebens auch diesen scheinen möchte! Es ist Sünde und Schande, dass wir ein so kaltes, mattes, schläfriges Herz für die Mission haben. Es würde ganz anders draußen gehen, wenn es bei uns besser stünde. Denn die draußen machen es nicht allein, wir müssen sie tragen auf den Armen unseres Gebets. Und meint nur nicht, dass die draußen große Gedanken haben von der Gebetshilfe, die wir ihnen leisten, denn sie sind ja von uns ausgegangen und wissen, wie es mit uns und unserem Gebet steht. Da ist es denn kein Wunder, dass ihnen manchmal die Arme matt werden, wenn wir ihnen nicht zur Seite stehen und ihnen die Arme empor halten zum Streite des HErrn.
Soll ich euch aber sagen, wofür wir beten sollen? Vor allen Dingen, dass die draußen im Stande der Gnade erhalten werden. Denkt nicht, dass dies ein überflüssiges und unnötiges Ding sei. Wenn es schon bei uns, die wir doch in christlicher Umgebung leben, alle Tage der Gefahren so viele gibt und wir alle bekennen müssen, dass keiner unter uns ist, der sicher sei, dass er nicht falle, sondern es nur die Barmherzigkeit unseres Gottes ist, die uns trägt und hält, wie viel mehr ist das bei denen draußen der Fall, die selbst immer hergeben sollen und so wenig von den armen Christen für ihr eigenes Seelenleben einnehmen, die rings umgeben sind von den Versuchungen des Landes und Volkes, mit 100 und 1000 Stricken des Teufels. Das ist die vorderste Bitte, die wir dem HErrn bringen sollen, dass er die, die draußen sind, erhalte im Stand der Gnade. Das andere ist, dass er ihrem Herzen erhalte den Quell der Liebe; denn wenn man arbeitet an einem Volke, mit dessen Lügen und Undank man alle Tage zu kämpfen hat, so ist es menschlich und kein Wunder, wenn man zuletzt verdrossen wird. Wenn wir schon immer so schnell am Ende sind mit unserer Geduld, wo wir nicht Gegenliebe und Dank empfangen, wieviel mehr die draußen; und doch gibt es kein Mittel, diese steinharten Herzen weich zu machen und zu überwinden, als die Macht der Liebe. Möge denn Gott ihrem Herzen erhalten den Quell der Liebe! Möge er auch ihrem Sinn die rechte Weisheit und ihren Worten die rechte Kraft, ihrer Gemeinschaft aber Liebe und Eintracht geben und allen Hader dämpfen und den alten Feind, den es immer gelüstet, die Kinder Gottes wider einander zu hetzen, vernichten.
Und in der Heimat, meine Lieben, da möge Er mehr erwecken, denen zu Sinne komme, dass sie auch vom HErrn berufen sind. Denn es sind der Arbeiter viel zu wenig. Ihr wisst, es sind etliche2) von uns geschieden, weil sie ihren Willen zum Gesetz auch für die anderen machen wollten3). Da das nicht sein konnte, gaben sie lieber die Sache auf als ihren Willen. Einer aber, Kelber, der in Madras war, ist schwer erkrankt, so dass der Arzt gesagt hat, er müsse nach Europa zurück! Vielleicht ist er jetzt schon unterwegs auf dem Meere. Die draußen schreiben uns: wir kommen mit dem allernötigsten nicht durch, wir werden nicht damit fertig, dass wir die Gemeinden, die gesammelt sind, ordentlich leiten und weiden, geschweige, dass wir neue sammeln können. Was soll nun da werden? Wenn man bedenkt: das ist die Mission der ganzen lutherischen Kirche, und sie hat nicht so viele Arbeiter aufzustellen, um das Gebiet, das ihr von Gott angewiesen ist, zu christianisieren, ja kaum, um das nur aufrecht zu erhalten, was gewonnen ist ist doch bereits in früheren Zeiten viel verloren und in andere Hände übergegangen -: wie sollen wir einst vor unserem HErrn bestehen und Rechenschaft ablegen, dass wir unsere Schuldigkeit so wenig taten und das, was er in unsere Hände gelegt, am Ende verkommen ließen! Es ist wahrlich not, dringend not, dass wir gerade jetzt noch ein paar Arbeiter mehr hinaussenden. Woher aber sollen wir sie nehmen, da unsere Pflanzschule hier gegenwärtig nur einen bietet, der schon jetzt gehen kann? Wir können nicht mit der Aufforderung, sich dem Missionsdienst zu widmen, an die einzelnen hinantreten; denn da würde vielleicht mancher durch die Aufforderung sich bestimmen lassen, ohne innerlich vom HErrn berufen zu sein; sondern wir müssen in dringendem Gebet die Sache dem HErrn ans Herz legen. Wenn wir ihn immer und immer wieder bitten, dass er Arbeiter in seine Ernte sende, so wird er sie sicher geben. Das ist es, meine Lieben, was wir zu tun haben, dass wir die Sache auf betendem Herzen tragen. Wenn uns nun aber so die Sache am Herzen liegt und Gegenstand unseres täglichen Gebets ist und zwar nicht des Mundgebets, sondern des Herzensgebetes, dann werden uns die anderen unnötigen und unnützen Gedanken von selbst verschwinden. So lasst uns denn bitten und beten, dass der HErr sich ausmache in der Heimat und draußen, in der ganzen missionierenden Kirche, und der Missionsgemeinde sich erbarmen möge und auch in unserem Herzen den Geist der Liebe erwecke, dass die Seinen hier und draußen errettet werden und zu unserem HErrn und Heiland kommen und mit uns einst gesammelt werden zum Abendmahl des Lammes. Herr Jesu, das wollest du geben in Gnaden! Amen.