Herbst, Ferdinand - Mein Freund ist mein - 8. Kap. 4, 8.

Herbst, Ferdinand - Mein Freund ist mein - 8. Kap. 4, 8.

Komm, meine Braut, vom Libanon, komm vom Libanon. Gehe herein, tritt her von der Höhe Amana, von der Höhe Senir und Hermon, von den Wohnungen der Löwen, von den Bergen der Leoparden.

Wir erinnern uns noch der lieblichen Worte, welche die Braut am Hochzeitstag zu ihrem Bräutigam sagte, dass sie bis zum Abend auf den Myrrhenberg und Weihrauchhügel gehen wolle. Nicht mit rauschenden Vergnügungen und Zerstreuungen will sie diesen Tag zubringen, sondern in stiller Sammlung. Sie will sich demütigen über das erfahrene große Glück und das Lob, das der Bräutigam ihr gespendet. Sie denkt: Womit habe ich das verdient, o Gott, dass Du mich so gnädig geleitet und mir eine so große Freude hast widerfahren lassen? Herr, gehe von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch! So geht sie auf den Myrrhenberg. Und daneben will sie beten, dass Gott es ihr doch gelingen lasse, der Liebe und des Lobes ihres Bräutigams würdig zu werden. Sie geht ihrem Ehestand entgegen mit der flehentlichen Bitte: Herr, hilf, o Herr, lass wohl gelingen! So geht sie auf den Weihrauchhügel. Was ist das doch für eine ganz andere Art, den Hochzeitstag zu verleben, als die gewöhnliche! Je rauschender und toller es dabei hergeht, desto besser, meint man, sei er gefeiert. Schon am Abend vorher werden allerlei törichte Streiche gemacht, und die eine Hälfte des Tages selbst wird mit Zurichtung zum Putz, die andere mit Essen und Trinken ausgefüllt. Für stille Sammlung zum Gebet ist da keine Zeit und für Bußgedanken kein Raum. Am Hochzeitstag Bußgedanken zu haben, hält man für ganz verkehrt. Und doch wie sehr wären solche am Platz, namentlich wenn der Brautstand nicht rein gehalten worden ist, oder sonst in der Jugend grobe Verfehlungen vorgekommen sind. Wie gut wäre es da, wenn die Hochzeitsleute sich aufrichtig demütigten und beteten: Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretung; gedenke aber meiner nach Deiner Barmherzigkeit um Deiner Güte willen! Das wäre besser, als wenn sie ihre Sünden verheimlichen, sich stolz darüber hinwegsetzen und wohl gar noch die Dreistigkeit haben, mit Kranz und Schleier zu erscheinen, als ob sie eine unbescholtene Vergangenheit hinter sich hätten. Das ist doch das gerade Gegenteil von Buße, das heißt nicht auf den Myrrhenberg gehen, sondern auf den Berg trotzigen Hochmuts. Damit ruft man die Züchtigungen Gottes geradezu auf sich herab.

Aber auch wenn keine solchen groben Verfehlungen vorliegen, wenn Jugend und Brautstand äußerlich unbescholten geblieben sind, wenn man durch Gottes Gnade bewahrt wurde vor groben Verirrungen, ist es am Platze, auf den Myrrhenberg der Buße zu gehen. Denn wer kann sagen: „Ich bin rein,“ wenn er auch grober Missetaten unschuldig geblieben ist? Muss nicht jeder die Augen niederschlagen und beten: Herr, gehe nicht ins Gericht mit Deinem Knecht, denn vor Dir ist kein Lebendiger gerecht? Und sollten uns nicht gerade auch die freundlichen Führungen Gottes, seine Güte, zur Buße leiten? Dass Er uns von Jugend auf so gnädig geleitet, in den Gefahren der Jugend seine Hand über uns gehalten und uns mit diesem Lebensgefährten zusammengeführt hat wenn wir anders dabei seiner Führung gefolgt sind -, soll uns das nicht auf den Myrrenberg treiben?

Und vollends haben Brautleute an ihrem Hochzeitstage Ursache, auf den Weihrauchhügel des Gebets zu gehen. Der Ehestand, sagt Dr. Luther, ist ein Werk, das ohne die göttliche Hilfe nicht gelingt. Und wenn jemand auf meine Hochzeit geht, so sagt derselbe Gottesmann, so will ich nicht, dass man mir etwas schenke, aber das begehre ich, dass man für mich bete. Als der König Salomo seine Regierung übernahm, fing er mit einem Gottesdienst auf der Höhe Gibeon an. Und als ihm dann in der Nacht der Herr im Traum erschien und ihn ausforderte: „Bitte, was ich dir geben soll,“ da betete er um ein weises und gehorsames Herz, damit er ein so großes Volk recht regieren könne. Ein Haus ist kein Königreich und doch auch eines; und zur rechten Regierung eines Hauses gehört ebenso wohl ein weises und gehorsames Herz, wie zur Regierung eines großen Reiches. Deshalb sollen es auch christliche Hochzeitsleute dem Salomo nachmachen und um ein solches bitten. Herr, lenke Du mein Herz, dass ich auch andere recht leiten kann, hilf mir mein Weib, Kinder und Gesinde recht und christlich regieren; hilf mir meinem Manne recht untertan sein und meinem Hauswesen wohl vorstehen, dass unser Haus eine Stätte sein möge, da Deine Ehre wohnt, so werden christliche Hochzeitsleute beten, so gehen sie auf den „Weihrauchhügel.“

Ihr, die ihr euern Hochzeitstag noch vor euch habt, feiert ihn so, dann werdet ihr euch später mit mehr Freude an denselben erinnern, als wenn ihr ihn mit lauter Lachen und Jubeln hinbringt. Wenn er anbricht, so denkt an dieses Wort der Braut und befolgt es: „Bis der Tag kühle werde und der Schatten weicht, will ich zum Myrrhenberge gehen und zum Weihrauchhügel“.

Und du, Braut Jesu, mache es auch so. Buße und Gebet, das sei dein Myrrhenberg und Weihrauchhügel, auf den du immer wieder gehen sollst. Demütige Beugung müsse dich immer wieder erfüllen, wenn du an deine Sünden denkst und an die große Gnade, die dir widerfahren ist. Herr, warum hast du gerade mich zu Deinem Eigentum erwählt? Wer bin ich, dass Du an mich gedacht? Ein giftiger Wurm, eine sündige Made!

Einen solchen Armen, dem ja alles fehlt,
Hat Er sich zum sel'gen Eigentum erwählt.
Den, der Ihm bereitet manches Herzeleid,
Hat Er von dem ew'gen Untergang befreit.
Mir ist's unbegreiflich und zu wunderbar,
Nein, ich kann's nicht fassen, wie es möglich war.
Doch Er hat's nun einmal so mit mir gemacht,
Mich zum sel'gen Leben aus dem Tod gebracht.

So sollst du, Braut Jesu, auf den Myrrhenberg gehen. Und daneben soll der Geist des Gebets dich beseelen; insbesondere sollst du bitten, dass du würdig werden mögest, zu entfliehen dem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Betend sollst du dem Kommen des Herrn entgegengehen, betend dass Gott dich rüsten möge mit Geisteskraft und Geistesleben, mit Weisheit, Geduld und Glauben, damit du am bösen Tage, der kommen wird, Widerstand tun, alles wohl ausrichten und das Feld behalten mögest; betend, dass Gott dich auch schmücken möge mit dem hochzeitlichen Kleide, der weißen Seide, welches sind die Gerechtigkeiten der Heiligen, damit das Auge deines himmlischen Bräutigams einst mit Wohlgefallen auf dir ruhen möge bei seiner herrlichen Zukunft. So sollst du, Braut Jesu, zum Weihrauchhügel gehen.

Als Sulamith so sprach, war Salomo noch mehr entzückt von ihr, so dass er antwortete: „Du bist allerdings schön, meine Freundin, und ist kein Flecken an dir.“ Solch demütig frommer Sinn war doch das Beste und Schönste in seinen Augen, wogegen alle andere Schönheit in den Hintergrund trat. Es ist als ob er sagen wollte: Jetzt gefällst du mir erst recht und ganz; jetzt bist du tadellos schön in meinen Augen. Und so gefällt auch dem Herrn Jesus nichts besser, als ein demütig frommer Sinn. Hochmütige, satte Geister, stolze Heilige, die ihre Frömmigkeit durch möglichst scharfe Urteile, durch Richten und Verdammen, durch Verachten alles andern beweisen zu müssen glauben, sind Ihm ein Gräuel. Es kann einer viel Gutes an sich haben, aber durch den Hochmut macht er alles zunichte. Andererseits gibt die Demut allen sonstigen Vorzügen erst noch die rechte Weihe. Wer sonst schon schön ist, wird durch sie „allerdings schön“, fleckenlos schön. „Selig sind die Demut haben und sind allzeit arm im Geist, rühmen sich gar keiner Gaben, dass Gott werd allein gepriesen, danken dem auch für und für; denn das Himmelreich ist ihr. Gott wird dort zu Ehren setzen, die sich selbst gering hier schätzen.“

Ihr werdet es mir verzeihen, dass ich nochmals ein wenig bei diesen herrlichen Worten vom Myrrhenberg und Weihrauchhügel verweilte; sie kommen mir so lieblich vor, dass es mir schwer wird, von ihnen zu scheiden. Doch auch die folgenden Worte sind sehr köstlich. In denselben lädt der glückliche Bräutigam seine Braut ein, mit ihm später so zu sagen eine Hochzeitsreise zu machen und sein Land von den Höhen der Gebirge aus zu betrachten. „Komm mit, meine Braut,“ ruft Er ihr zu, „vom Libanon herab, komm mit, vom Libanon herab, schaue von der Höhe Amana, von der Höhe Senir und Hermon, von den Wohnungen der Löwen, von den Bergen der Leoparden.“ Von diesen steilen gefährlichen Höhen aus soll sie an seiner Seite, gestützt und geschützt von seinem starken Arm, auf das zu ihren Füßen daliegende Land herabschauen, das sie nun an der Seite ihres Gemahls beherrschen wird.

„Komm mit, meine Braut, vom Libanon, komm mit vom Libanon. Schaue herab von der Höhe Amana, von der Höhe Senir und Hermon“ - das wird sich ganz erfüllen im tausendjährigen Reich. Jetzt wandelt die Braut Jesu noch nicht auf der Höhe, sondern im Tal, in dem Tal, von welchem der Psalm sagt: „Die durchs Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen.“ Nicht wahr, ihr lieben Brüder und Schwestern, es geht hier durchs Tränental? Vielleicht habt ihr heute erst wieder geweint oder wenigstens geseufzt. Bald sind es körperliche Leiden, die uns drücken, bald die Nöte und Sorgen des Hauses, entweder Mangel an Nahrung und Kleidung, oder ein gottloser, trunksüchtiger, vom Glauben abgefallener Mann, oder eine böse, unbußfertige Frau, die den Heiland nicht suchen will, oder leichtsinnige, eitle, putzsüchtige Kinder, die mit der Welt gehen und den schmalen Weg nicht wandeln mögen, bald sind es auch die Lästerungen und Verleumdungen böser Menschen, die uns Seufzer und Tränen auspressen, bald endlich sind es innere schwere Anfechtungen, Mangel an Friede und Freude, Ungewissheit über unsern Gnadenstand, Zeiten der Dürre und Gottverlassenheit, die uns quälen. Kurz, die Braut Jesu muss durchs Jammertal, die Höhen sind noch nicht erreicht. Sie hebt wohl ihre Augen verlangend auf zu den Bergen, von welchen die Hilfe kommt, aber droben ist sie noch nicht. Doch getrost, die Zeit wird kommen, wo die Höhen erstiegen sind. Wenn der Herr kommt, wird Er seine Braut aus dem Jammertal auf die herrlichen Höhen führen. Da wird Er zu ihr sagen: „Komm mit, meine Braut, vom Libanon, komm mit vom Libanon, schaue herab von der Höhe Amana, von der Höhe Senir und Hermon.“ Da schaut sie dann nicht mehr zu den Höhen hinauf, sondern von denselben herab, herab auf das frühere Erdenleben voll Trübsal und Not, herab und zurück auf all die wunderbaren Lebensführungen, die ihr auf Erden oft ein Rätsel waren, herab auf die Kämpfe, die sie durchzumachen hatte, herab auf die Widersacher und Feinde, die ihr das Leben schwer machten, herab auch auf die Welt, welche nun nach dem herrlichen Kommen des Herrn gehorsam zu Jesu Füßen liegt, herab auf die Völker, welche sich jetzt nicht mehr vom Satan beherrschen lassen, sondern verlangend nach Jerusalem kommen, um das Gesetz des Herrn zu lernen, sie schaut herab an der Seite Christi, um mit Ihm zu richten und zu regieren. So wird die Braut Jesu einst auf den Höhen wandeln und herabschauen von den Höhen Amana, Senir und Hermon, sie wird mit Christo herrschen im Reich der Herrlichkeit.

Aber der Herr Jesus führt seine Braut doch auch jetzt schon zuweilen auf die Höhen, dass sie von denselben herabschauen kann auf die drunten liegende Erde. Ich meine, Er führt sie zuweilen auf den Berg der Verklärung, Er gibt ihr mitten im Jammertal Lichtblicke, dass sie sich wie im Himmel fühlt und die Erde mit ihren Anfechtungen und Leiden tief unter ihr liegt. Seht, wenn es im Herzen heißt: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden,“ oder: „Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mir aushelfen zu seinem himmlischen Reich,“ oder: „Alle Leiden dieser Zeit sind nicht wert der Herrlichkeit, die an uns soll offenbar werden,“ oder: „Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes?“ dann führt uns Jesus auf die Höhen, dann schauen wir herab von der Höhe Amana, Senir und Hermon. Oder wenn wir einen gesegneten Gottesdienst haben, eine gesegnete Versammlung, ein gesegnetes Stündlein mit andern Christen, da führt uns Jesus auf die Höhen. Ja, so oft wir in die Versammlung der Gläubigen gehen, ruft uns Jesus eigentlich zu: Komm mit, meine Braut, ich will dich auf die Höhen führen, dass du die Not des Jammertals ein wenig vergessen und Höhenluft atmen sollst. Es geht dann freilich wieder hinunter, aber wir haben doch neuen Trost, neue Stärkung und neue Hoffnung empfangen. Ja, was die Höhe Amana betrifft, so dürfen wir in gewissem Sinn allezeit auf derselben wandeln und von ihr herabschauen. Amana, was heißt das? Es bedeutet so viel als Treue. Gewiss dürfen wir in diesem Namen einen Hinweis auf die Treue dessen sehen, der gesagt hat: „In Treue will ich mich mit dir verloben.“ Auf die Treue Jesu dürfen und sollen wir uns stellen wie auf einen Felsen. Wir müssen es lernen, nichts von unserer Treue zu erwarten, aber alles von derjenigen des Herrn. Wenn es auf uns ankommt, fallen wir tausendmal, aber Jesus lässt die Seinen nicht, denn Er hat gesagt: „Niemand soll sie aus meiner Hand reißen.“ Jesus hält seine Braut fest an den schwindelnden Abgründen, seine Treue schützt und bewahrt sie. Auf diese Treue Jesu verlasst euch, ihr gläubigen Seelen, dann habt ihr festen Grund unter den Füßen, der nicht wankt noch weicht, ja ihr steht dann auf einer herrlichen Höhe, von der ihr eine gar liebliche und erquickende Aussicht habt, ihr schaut dann herab von der Höhe Amana. O kommt alle, teure Brüder und Schwestern, auf diese Höhe, stellt euch auf den Fels der Treue Jesu und bleibt auf diesem Fels, dann wird es euch wohl werden. Wir hätten uns in dieser Stunde nicht umsonst mit diesem Wort beschäftigt, wenn irgendeine Seele unter uns diese Höhe ersteigen und auf ihr bleiben wollte. Siehe, Jesus ruft dir zu: „Komm mit, meine Braut, schaue herab von der Höhe Amana!“

Doch unser Vers hat noch einen wichtigen Zusatz: „Komm mit, meine Braut, schaue herab von der Höhe Amana, von der Höhe Senir und Hermon, von den Wohnungen der Löwen, von den Bergen der Leoparden.“ Er will sie also dahin führen, wo Löwen und Leoparden hausen, aber sie braucht diese Untiere nicht zu fürchten: Er schützt sie. Das wird buchstäblich in Erfüllung gehen im tausendjährigen Reich. Da werden die wilden Tiere nicht mehr zu fürchten sein, sie werden ihren Grimm und ihre Wut ablegen und niemanden mehr verletzen. Der Prophet Jesaias sagt von den Löwen, dass sie dann mit Mastvieh, mit fetten Ochsen friedlich auf der Weide sein werden, ohne dieselben zu überfallen, und dass sie Stroh fressen werden wie die Ochsen. Und von den Leoparden sagt er, dass sie friedlich bei den Böcken liegen werden, ohne denselben irgendein Leid zu tun. Es wird also Friede sein auf Erden, nicht bloß unter den Menschen, sondern auch unter den Tieren; der Paradieseszustand wird wieder eingetreten sein.

So wird der Herr Jesus seine Braut einst sicher vorüberführen vor den Wohnungen der Löwen und den Höhlen der Leoparden. Doch in gewissem Sinn tut Er dies auch jetzt schon. Die Löwen, das sind die offenbaren Feinde, und die Leoparden, das sind die heimlichen, hinterlistigen, tückischen Feinde, denn der Leopard legt sich tückisch im Versteck auf die Lauer, oft stundenlang. Mit solchen Feinden hat es die Braut Jesu in dieser Welt zu tun. Bald müssen wir an den Höhlen der Löwen vorüber, bald durch die Berge der Leoparden; bald treten uns offenbare Widersacher entgegen, bald heimtückische, die aus dem Versteck heraus uns zu schaden suchen. Vielleicht ist dein eigenes Haus eine Löwenhöhle und die Häuser deiner Nachbarn Berge der Leoparden. Und noch ärger wird das werden in den letzten Zeiten. Wenn der große Abfall immer offener wird und der Antichristus auf den Plan tritt, dann werden die Löwen grimmig brüllen und über die Braut Jesu herzufallen drohen; und zugleich wird der falsche Prophet und eine Menge von Irrlehrern geschäftig sein, sie zu verderben, das werden tückische Leoparden sein. Kann das der Braut Jesu erspart bleiben, wie viele meinen? Ich sage nein. Sie muss vorbei an den Wohnungen der Löwen und an den Bergen der Leoparden; aber Jesus wird sie schützen, dafür bürgt ihr der Berg Amana. „Ich will dich behüten,“ sicher und wohlbehalten herausführen „aus der Stunde der Versuchung, welche über den ganzen Weltkreis kommen wird,“ so hat es der Herr seiner Gemeinde verheißen, und so wird Er auch tun. Und jetzt schon dürfen wir den Schutz Jesu in reichem Maße erfahren. Er steht in den täglichen Gefahren und Kämpfen, die wir zu bestehen haben, helfend, tröstend und schützend an unserer Seite. Wenn offene Feinde im Zorn und Grimm uns entgegentreten und wenn heimliche auf uns lauern, uns Fallen stellen und mit ihren Zungen giftige Pfeile auf uns schießen, Jesus ist bei uns, Jesus führt seine Braut sicher vorbei „an den Wohnungen der Löwen und an den Bergen der Leoparden.“ Amen.

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