Herbst, Ferdinand - Mein Freund ist mein - 11. Kap. 5, 1.

Ich komme, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten. Ich habe meine Myrrhen samt meinen Würzen abgebrochen; ich habe meines Seims samt meinem Honig gegessen; ich habe meines Weins samt meiner Milch getrunken. Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken.

Auf die Einladung der Braut: „Mein Freund komme in seinen Garten und esse seiner edlen Früchte,“ folgt nun die Antwort des Bräutigams: „Ich komme, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten,“ als wollte er sagen: Ich werde deiner Einladung folgen, verlass dich darauf: ich komme. Wer denkt da nicht sogleich an die bekannten Worte der Offenbarung Johannis: „Der Geist und die Braut sprechen: Komm! und wer es hört, der spreche: Komm!“ worauf dann der himmlische Bräutigam antwortet: „Ich komme bald!“ Fassen wir diese Versicherung des Heilandes wohl ins Auge. Ich meine, es tue gerade in der Gegenwart not, sich recht daran zu halten; ist doch das Kommen Jesu die einzige Hoffnung in unsrer trüben Zeit. Die Zustände gestalten sich immer mehr so, dass man nicht mehr weiß, wie es besser werden soll. Es ist unleugbar, dass die Macht der Finsternis im steten Wachsen begriffen ist; alle Maßregeln, die man dagegen ergreift, erweisen sich als nutzlos. Es hat sich ein Geist aus dem Abgrund unseres Volkes bemächtigt, der nicht mehr zu bannen ist; er gewinnt immer mehr Anhang, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann er die Herrschaft erlangen wird. Der große Abfall ist da, das Antichristentum tritt immer mehr in die Erscheinung, und es fehlt nichts mehr als der persönliche Antichristus; die Glieder sind da, es braucht nur das Haupt noch zu kommen. Es bleibt darum schließlich nichts anderes mehr übrig, als dass Jesus persönlich eingreife. Er muss selbst auf den Plan treten; Er allein ist imstande, die ungeheure Macht des Bösen niederzuwerfen. Und Er wird es tun. Ich komme, so ruft Er den besorgten Gemütern der Seinen tröstend und ermunternd zu. Ich komme, um die Frevler zum Schweigen zu bringen und die Gerechten zu erretten; Ich komme, um dem Sturm zu gebieten, dass Wind und Meer ganz stille werden; Ich komme, um die Macht der Finsternis zu brechen und den ersehnten Weltfrieden zu bringen; Ich komme, um alle Fragen zu lösen, welche die Menschen mit all ihrer Klugheit nicht beantworten können, Ich komme, Ich komme!

Darauf wollen wir warten und hoffen, aber auch bitten: Herr Jesu, komm! Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Wo der Geist des Herrn wirksam ist, wo Seelen sind, die zur Brautgemeinde gehören, da wird dieser Ruf vernommen, da betet man um das Kommen Jesu, da sehnt man sich nach diesem Kommen, da verlangt man nach demselben von ganzem Herzen. Liebe Brüder und Schwestern, lernt es immer mehr, um dasselbe zu beten, lasst euch durch alle trüben Ereignisse, durch alle besorgniserregenden Erscheinungen der Gegenwart zu diesem Gebet erwecken. Lernt es wieder mit dem Volk Gottes im alten Bund zu flehen: Ach, dass Du den Himmel zerrissest und herniederführest! Das wird der Herr mit Wohlgefallen vernehmen und euch antworten mit unsern Textesworten: „Ich komme, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten.“

Wenn nun unser Text fortfährt: „Ich habe meine Myrrhen samt meinen Würzen abgebrochen; ich habe meines Seims samt meinem Honig gegessen; ich habe meines Weins samt meiner Milch getrunken,“ so will der Bräutigam damit sagen, wie er sein der Braut gegebenes Versprechen erfüllt habe. Er ist in seinen Garten gekommen und hat sich desselben gefreut, und begrüßt nun am Morgen nach dem Hochzeitstag die junge Gattin mit obigen Worten, mit welchen er offenbar auf die eheliche Gemeinschaft hindeutet. Der Heilige Geist scheut sich nicht, auch von dieser zu sprechen, freilich in der reinsten und zartesten Weise. Ist sie doch nichts Sündhaftes, Gott Missfälliges, sondern im Gegenteil etwas dem Schöpferwillen Gottes Entsprechendes, wie die allbekannten Worte sagen: „Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde.“ Was außer dem Ehestande geschieht, ist verdammliche Sünde, schändlicher Missbrauch und Verkehrung der Ordnung Gottes. Schande über die Hurer, Ehebrecher und in heimlicher Unzucht Lebenden! Der Zorn Gottes ruht auf ihnen, wer sie auch sein mögen, der Fluch Gottes verfolgt sie, sie verfallen, wenn sie sich nicht gründlich bekehren, ohne Gnade der ewigen Verdammnis, denn „lasst euch nicht verführen, weder die Hurer, noch die Ehebrecher, noch die Weichlinge, noch die Knabenschänder werden das Reich Gottes ererben,“ sagt das Wort Gottes klar und bestimmt. Aber im Ehestand können Christen mit gutem Gewissen leben; nur eine falsche, mönchische Frömmigkeit kann an demselben irgendwelchen Anstoß nehmen.

Es war eine große Verirrung, dass in der christlichen Kirche schon sehr frühe die Meinung aufkam, dass der ehelose Stand besser sei als der eheliche. Vollends verkehrt war es, dass man für gewisse Stände, für Mönche, Nonnen und Priester, jenen geradezu zum Gesetz machte. Paulus nennt solche Lehren, die da verbieten ehelich zu werden, geradezu Lehren der Teufel. Es ist das auch wirklich teuflisch. Nicht nur dass man sich dadurch dem Willen Gottes entgegensetzt, sondern man stürzt die Seelen in die größten sittlichen Gefahren, denen die Mönche, Nonnen und Priester zum allergrößten Teil in der Tat erlegen sind. Es ist allbekannt, welch schreckliche Gräuel in diesen Ständen vorkamen. kann man's ja mit Händen greifen, dass solche Lehren, die den Ehestand verbieten, teuflisch sind. Nein wir bleiben bei dem uralten Gotteswort, das in Geltung bleiben wird, so lange die Menschheit besteht: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.“

Aber sagt denn nicht auch der Apostel Paulus selbst: „Es ist dem Menschen gut, dass er kein Weib berühre,“ und abermals: „Wer verheiratet, der tut wohl; welcher aber nicht verheiratet, der tut besser,“ und wiederum: „Bist du los vom Weibe, so suche kein Weib?“ Wir können das nicht leugnen; es steht klar geschrieben 1. Kor. 7. Aber es steht dort auch, wie dies zu verstehen ist, nämlich nicht als eine allgemeine, stets gültige Regel, sondern nur als ein für die damalige trübsalsreiche und gefährliche Verfolgungszeit gegebener Rat. Der 26. Vers des Kapitels sagt uns, warum der Apostel so spricht: „So meine ich nun, solches sei gut um der gegenwärtigen Not willen, dass es dem Menschen gut sei, also zu sein.“ Wenn die Christen in schwere Bedrängnis geraten, kaum einen Tag ihres Lebens sicher sind und, wie Paulus sagt, geachtet werden wie Schlachtschafe, dann ist es freilich besser, wenn sie nicht verheiratet sind. Sie stehen dann freier da und empfinden die Trübsal nicht so schwer wie die Familienväter und Mütter, die für die Ihrigen bangen und fragen müssen: Was wird aus unsern Kindern werden, wenn wir nicht mehr hier sind? Solche Zeiten können gar bald wieder kommen. Wenn große Kriege entstehen und die Mächte des Umsturzes zum Durchbruch kommen, dann ist es dem Menschen wieder gut, also zu sein; dann heißt's wieder: bist du los vom Weibe, so suche kein Weib; wer verheiratet, tut gut, aber wer nicht verheiratet, tut besser. Schon in der Gegenwart sollte sich ein christlicher Jüngling, eine christliche Jungfrau doppelt besinnen, ob sie in den Ehestand treten wollen, in Anbetracht der ernsten Zeiten. Doch wer es tut, soll wissen, dass er nicht sündigt; niemandem soll durch einen solchen Rat ein Strick um den Hals gelegt werden. Der Ehestand bleibt jederzeit ein dem Herrn wohlgefälliger, heiliger Stand, in dem ein Christ mit gutem Gewissen leben kann. Nur dass er auch in demselben in der Furcht Gottes bleibe! Er soll sich seines Gartens freuen, aber verwüsten soll er ihn nicht; alles Gemeine soll ausgeschlossen bleiben. Der Heiland soll in alles hineinblicken können.

Doch nun ist es Zeit, dass wir an die vorbildliche Bedeutung unsrer Worte denken. „Ich habe meine Myrrhen samt meinen Würzen abgebrochen; ich habe meines Seims samt meinem Honig gegessen; ich habe meines Weins samt meiner Milch getrunken,“ so wird auch der himmlische Bräutigam sprechen, wenn Er einst zu seiner Gemeinde gekommen sein wird. Er kommt herab in seiner Herrlichkeit, und sie wird hingerückt dem Herrn entgegen in der Luft. Droben in den Wolken wird die Begegnung stattfinden. Und was für eine Begegnung wird das sein! Wer könnte die Seligkeit derselben genug schildern! Die größte Freude wird der Herr selbst empfinden. Wenn Er die Seelen, die Er bisher schon so innig geliebt, die Er vom Himmel aus so sorgfältig behütet und geleitet, denen Er sein ganzes Interesse, sein ganzes Herz zugewendet, nun vor sich, bei sich sieht, die ganze erlöste Schar, herausgerettet aus allen Gefahren, für immer geborgen, um nun auf ewig Ihn zu umgeben und die Freude seines Herzens zu sein, da wird der Herr selbst die seligste Wonne empfinden. Aber auch du, liebe Seele, wirst dich freuen mit unaussprechlicher Freude. Jesus war dir bisher schon das Liebste und Teuerste, ja, was du hattest, aber du sahst Ihn nicht. Oft hast du die Jünger beneidet, oft hast du gedacht: O, dass ich Ihn nur einmal schauen dürfte, wie sie es tun konnten, o dass ich nur einen Blick tun dürste in seine Augen, aus denen der ganze Himmel herausleuchten muss; o dass ich seine Wunden und Nägelmale sehen dürfte, strahlend wie die herrlichsten Edelsteine! Dann ist dieser Wunsch erfüllt. Er wird vor dir stehen in seiner Herrlichkeit, und es wird dir sein, als ob du die Liebe selber sähest.

Was aber noch das Lieblichste sein wird: der Herr Jesus wird sich einem jeden einzelnen seiner Erlösten besonders widmen. Er wird auf dich persönlich zugehen, dich hervorziehen aus der ganzen Schar und mit dir allein reden; Er wird dir alles erklären, was dir auf Erden dunkel geblieben ist; Er wird dir Aufschlüsse geben über deine Lebensführungen, die du auf Erden nicht verstehen konntest; Er wird dir zeigen, warum Er dir deine Lieblingspläne durchkreuzen musste, warum Er deine liebsten Wünsche nicht erfüllen konnte, warum Er dir dieses und jenes, woran du mit deinem Herzen so sehr hingest, nehmen musste, warum Er dich in diese und jene Leidensschule schicken musste, die dir so sauer wurde und kein Ende nehmen zu wollen schien; Er wird dir alles erklären, so dass du sagen wirst: Jetzt begreife ich es, jetzt bin ich mit allem ausgesöhnt und zufrieden. dass ich nur so blind und töricht sein konnte, dawider zu murren! Verzeih, lieber Herr, dass ich so ungeduldig und so unwillig war, ja dass sogar lästerliche Gedanken in mir aufstiegen; ich will Dich jetzt umso mehr für Deine wunderbare Weisheit und Liebe preisen. Er wird dir dann aber auch den Heilsplan noch viel besser erklären. Du weißt wohl jetzt schon etwas von seinem Versöhnungstod, von seinem teuren Blut und von der Vergebung der Sünden, aber deine Erkenntnis ist doch im ganzen noch eine sehr schwache und mangelhafte. Wie mancher Gläubige weiß eben nicht viel mehr als dies, dass er ein armer Sünder und dass Jesus sein Heiland ist. Es ist das ja schon etwas, etwas Großes, etwas Herrliches - wollte Gott, wir wüssten es alle, aber der Herr wird uns dann doch noch ganz andere Blicke in die seligen Gedanken Gottes tun lassen. Wie einst Josef seinen Brüdern, nachdem ihr Vater gestorben war und sie aufs Neue von der Furcht geplagt wurden, Josef möchte sich an ihnen rächen, und ihn deshalb gemeinsam noch einmal um Verzeihung baten, jetzt erst recht erklärte, warum alles hatte so kommen müssen, indem er die köstlichen Worte zu ihnen sprach: „Fürchtet euch nicht, ich bin unter Gott. Ihr gedachtet es böse zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, zu erhalten viel Volks, wie es jetzt am Tage ist,“ wie er sie durch diese Erklärung der Friedensgedanken Gottes bei ihrer bösen Tat erst recht zufrieden und glücklich machte, so wird es dann auch gehen. Wir werden, wenn wir die Wunden des Heilandes sehen, vielleicht auch für den ersten Augenblick ein wenig erschrecken beim Gedanken daran, dass wir ja auch mit dazu beigetragen haben, sie Ihm zu schlagen, und werden vielleicht nochmals bitten: Herr, verzeih! Aber dann wird uns Jesus erst alles recht erklären, wie es nach Gottes Willen so hat kommen müssen. Wir werden nun erst einen tiefen Einblick in den Heils- und Erlösungsplan Gottes bekommen und dadurch erst ganz glücklich und selig und zu innigster Anbetung Gottes bewegt werden. Da wird dann geschehen, was der fromme Neander gesungen hat:

Hochheil'ge Tat; des Höchsten Rat
Will ich in Demut ehren,
Der Erfinder meines Heils
Wird mir's einst erklären.

Diese liebevolle Gemeinschaft, welche der Herr Jesus dann mit einem jeden einzelnen seiner Erlösten pflegen wird, sie alle zu belehren, zu trösten, zu erfreuen, verstehe ich unter der Hochzeit des Lammes. Sie ist's, welche uns jetzt bei aller Vereinigung mit dem Herrn noch fehlt; aber wir harren ihr freudig entgegen, wie die Braut dem Hochzeitstag. Auf sie dürfen wir also in unsern Textesworten einen lieblichen Hinweis erblicken.

Wenn es nun aber weiter heißt: „Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken,“ so gilt dies den Gästen. Nachdem der König mit den bisher betrachteten Worten seine junge Gattin begrüßt, redet er nun beim Mahle seinen Gästen zu, ohne Scheu zuzugreifen und sich's wohlschmecken zu lassen. Bei einem Hochzeitsmahle sollen die Gäste nicht blöd und verzagt tun, nicht sparen mit den aufgetragenen Speisen und Getränken und wieder hungrig vom Tische aufstehen; da soll alles fröhlich sein. „Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken,“ so ruft auch der himmlische Bräutigam seinen Gästen zu, schon hier auf Erden, wenn Er sie zu seinem Tische lädt, im heiligen Abendmahl. Ja, da steht Er unsichtbar am Tische und sagt zu uns: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wurde am Stamme des Kreuzes, nehmet hin und trinkt, das ist mein Blut des neuen Testamentes, das für euch vergossen ist zur Vergebung der Sünden. Könnte Er uns Besseres bieten, uns liebreicher bewirten und kräftiger erquicken? da wollen wir getrost herzukommen, nicht mit zitterndem und zagendem, sondern mit lobendem und dankendem Herzen, und wollen recht glücklich sein an seinem Tisch, wollen alle Sorge, alles Leid, alle Not vergessen und uns recht versenken in das Meer seiner Liebe. Wir wollen essen und trinken und trunken werden von den reichen Gütern seines Hauses. bleibt nicht ferne, kommt nicht so selten zum Tisch des Herrn, folgt dieser Einladung recht oft: Esst, meine Lieben, trinkt, meine Freunde, und werdet trunken! Aber beachtet auch, wem allein diese Einladung gilt, nämlich den Lieben, den Freunden des Herrn. Nicht den Fremden, nicht den Gleichgültigen, nicht den Unbekehrten, nicht den Sündendienern, die noch unter Gottes Zorn und Fluch stehen, sondern denen, die sich bußfertig von ihrem Sündenleben abgewendet, dem Herrn Jesus ihr Herz geschenkt haben und Ihm, wenn auch in Schwachheit doch aufrichtig und ehrlich, anhangen und nachfolgen. Ihr Weltmenschen, esset nicht von diesem Brot, trinkt nicht von diesem Kelch, sonst esset und trinkt ihr euch nur das Gericht. Aber ihr Jünger und Jüngerinnen des Heilandes, euch sage ich im Namen des Herrn: „Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken.“

So wird der himmlische Bräutigam aber seinen Gästen einst noch einmal zurufen. Gerade bei der Einsetzung des heiligen Abendmahls sprach Er davon, dass Er das Gewächs des Weinstocks mit seinen Jüngern neu trinken werde in seines Vaters Reich. Er denkt dabei an die Freuden desselben, die Er mit den Seinen teilen werde. Auch sonst werden jene öfter mit einer Mahlzeit verglichen, wo viele kommen werden vom Morgen und vom Abend, von Mittag und Mitternacht und mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische sitzen im Reiche Gottes, wo Er selbst, der Herr Jesus, sich ausschürzen und vor den Seinen hergehen und ihnen dienen wird. Ja, da wird Er es den Seinen wieder zurufen, da wird sich dieses Wort erst voll und ganz erfüllen: „Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken.“

Vergesst nun alle eure Leiden und Trübsale, alle Angst und Not, die ihr auf Erden ausgestanden, lasst es euch nun von Herzen wohl sein, genießt Freude die Fülle hier vor meinem Angesicht immer und ewiglich!

O selig sind, die zum Abendmahl des Lammes berufen sind! Bringt euch nicht selbst um diese Seligkeit durch mutwilliges Zurückweisen der euch dargebotenen Gnade in Jesu Christo. Bleibt dem Heiland nicht fern und fremd, sonst sucht ihr vergebens nach Glück, Frieden und Seligkeit. Unter die Zahl der Lieben und Freunde Jesu müsst ihr zu kommen suchen, dann findet ihr die wahre Glückseligkeit in seiner seligen Gemeinschaft. Dann bereitet Er euch einen Tisch gegen eure Feinde, salbt euer Haupt mit Öl und schenkt euch voll ein, dann werdet ihr schon hier in diesem Leben und einst im Reiche Gottes eine Erfahrung machen von diesem Wort hier: „Esst, meine Lieben, und trinkt, meine Freunde, und werdet trunken!“ Amen.

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