Gerok, Karl von - Andachten zum Psalter - Psalm 122.

Gerok, Karl von - Andachten zum Psalter - Psalm 122.

(1) Ein Lied Davids im höheren Chor. Ich freue mich des, dass mir geredet ist, dass wir werden ins Haus des Herrn gehen; (2) Und dass unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem. (3) Jerusalem ist gebaut, dass es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll, (4) Da die Stämme hinaufgehen sollen, nämlich die Stämme des Herrn, zu predigen dem Volk Israel, zu danken dem Namen des Herrn. (5) Denn daselbst sitzen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses Davids. (6) Wünscht Jerusalem Glück: Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben. (7) Es müsse Frieden sein inwendig in deinen Mauern, und Glück in deinen Palästen. (8) Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. (9) Um des Hauses willen des Herrn, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen.

„Selig sind, die da Heimweh haben, denn sie sollen nach Hause kommen!“ Dieses schöne Wort H. Stillings könnte man über unseren Psalm als Aufschrift setzen, denn es ist eine fröhliche Heimkunft, die in diesem Pilgerlied gefeiert wird. Des Pilgers Klagelied in der Fremde vernahmen wir im 120. Psalm; des Pilgers Aufblick zu den Bergen der Heimat fanden wir im darauffolgenden 121. Und nun im 122. finden wir den Pilgrim unter den Toren Jerusalems und hören seinen Freudengruß, womit er die Schwelle der Mutterstadt betritt.

Denkt euch einen Wandersmann, der nach langer mühseliger Wanderschaft endlich wieder an den Toren der Vaterstadt steht, an die Pforte des Vaterhauses klopft! Wie ist ihm so wohl beim Anblick der trauten Heimat! Wie klopft ihm das Herz vor froher Erwartung! Wie freut er sich auf die lieben Gesichter, die ihm nun bald entgegenkommen werden! Wie dankt er dem Herrn, der ihn bis hierher gebracht hat!

Oder denkt euch wieder einen frommen Festpilger vom Volk Israel, wenn er nun endlich unter den Toren Jerusalems stand, sei's dass er zum ersten Mal die heilige Stadt betreten durfte wie der zwölfjährige Jesusknabe, sei's dass er schon früher die schönen Gottesdienste des Herrn drin mitgefeiert: wie muss ihm das Herz aufgegangen sein beim Anblick der gebenedeiten Stadt, da die heiligen Wohnungen des Höchsten inne waren; welche Schauer frommer Ehrfurcht mögen ihn angeweht haben, wenn er emporblickte zu Davids königlicher Burg, wenn er die Stufen emporstieg zu Salomos Tempel.

Und dann, Geliebte, denkt an die Gottesstadt, darin wir unser Bürgerrecht und Heimatstand haben, an das geistliche Jerusalem, an die Kirche des Herrn, wie sie hienieden schon ihre Tore weit auftut für alle, die ihren Schutz genießen, ihrer Gnadengüter sich erfreuen wollen, und wie sie droben erst ihre Pforten öffnen wird für den Pilger Gottes, wenn er heimkommt von seiner Wanderschaft auf Erden, die er vollbrachte, folgsam der Mahnung des Apostels: Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir; und eingedenk des Davidsworts: Ich bin ein Gast auf Erden; ich bin beides, dein Pilgrim und dein Bürger, wie alle meine Väter. Denkt euch etwas von dem Himmelsglanz, der an den Toren der Ewigkeit den Pilger Gottes anstrahlen wird; denkt euch etwas von den Wonneschauern, die dort die heimkehrende Seele durchbeben werden, und ihr werdet diesen Psalm erst ganz verstehen und die rechte geistliche Anwendung davon machen können auf uns, die Kinder des neuen Bundes. Also der Gegenstand unseres Psalmes ist:

Der Pilger unter den Toren Jerusalems. Wir vernehmen da:

1) Die Freude der Ankunft.
2) Das Lob der heiligen Stadt.
3) Den Glückwunsch an Jerusalem.

1)

Die Freude der Ankunft spricht sich aus in den zwei ersten Versen:

V. 1. 2: „Ich freue mich des, dass mir geredet ist, dass wir werden ins Haus des Herrn gehen; und dass unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem.“ Da preist sich der Psalmist glücklich, dass auch er als Abrahams Sohn Einlass und Zutritt hat zur heiligen Stadt und zum Hause des Herrn. Da blickt er im Geist noch einmal zurück auf alle Mühen und Beschwerden des Wegs, die nun überstanden sind, und freut sich, dass seine Füße stehen unter dem Tor und betreten dürfen den heiligen Boden.

Dürfen nicht auch wir von dieser Freude etwas schmecken, nur in höherem, geistlichem Sinn? Wenn jetzt in dieser gnadenreichen Adventszeit die Kirche des Herrn ihre Tore wieder weit für uns auftut und all ihre Gnadengüter aufs Neue uns anbietet dürfen wir da uns nicht aufs Neue freuen des apostolischen Zeugnisses: Ihr seid nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Hausgenossen Gottes und Bürger mit den Heiligen? Wenn wir gedenken an die vielen Millionen, die noch in Finsternis und Todesschatten sitzen und wissen nichts von einem Wort Gottes, nichts von einem Haus Gottes, nichts von einer Stadt Gottes, nichts von einem Reich Gottes, weder hier auf Erden noch droben im Himmel, sollten wir uns dann nicht freuen, dass Gott uns uns vor Millionen unverdient von der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht, und lobpreisend bekennen: „Ich freue mich des, dass mir geredet ist, dass wir werden ins Haus des Herrn gehen; und dass unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem!“ Ja, ist's nicht einem rechten Bürger Zions, einem frommen Pilger Gottes eine Freude, so oft das Gotteshaus seine Tore wieder vor ihm öffnet, sei's am Morgen oder am Abend, sei's am Sonntag oder am Wochentag, dass es ihn von ferne schon draus anweht wie Heimatluft, dass ihm beim Eintreten schon wohl ums Herz ist und er fröhlich zu sich selber spricht: Gottlob, auch ich darf ins Haus des Herrn gehen, auch ich hab mein Plätzlein in diesen Bänken, auch ich hab meinen Anteil an den Gnadengaben Gottes, die hier gespendet werden in Wort und Sakrament, auch ich darf hier mitgenießen, mithören, mitbeten und mitsingen:

Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein,
Ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein;
Hier ist lauter Trost und Licht, hier ist Gottes Angesicht.

Das ist die Freude der Ankunft in Jerusalems Toren schon hienieden. Und was wird's erst sein droben! Was wird's erst sein, wenn unsere Füße werden stehen in deinen Toren, du himmlisches Jerusalem, du ewige Gottesstadt! Was wird's erst sein, wenn dort von den Pforten der Heimat die erlöste Seele zurückblickt auf die Pfade der irdischen Wallfahrt, und überdenkt im Lichte der Ewigkeit alle die Wunderwege, die der Herr sie geführt hat hienieden, und dankt dem treuen Hirten, der sie hindurchgebracht hat durch alle Nöten und Versuchungen dieser unteren Welt und hinausgebracht hat aus dem vergänglichen Wesen dieser Zeit und hineingebracht hat ins ewige Vaterhaus! Was wird's erst sein, wenn dort der himmlische Gottestempel seine Hallen vor uns auftut, aus denen die Lichter der Ewigkeit uns entgegenfunkeln, aus denen die Chorgesänge der Engel uns entgegenrauschen, wo die Gemeinde der vollkommenen Gerechten sich versammelt, die vor dem Stuhle Gottes stehen und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Da heißt's dann erst im höchsten, in seligsten Sinn: „Ich freue mich des, das mir geredet ist, dass wir werden ins Haus des Herrn gehen. Und dass unsere Füße werden stehen in deinen Toren, Jerusalem.“ Im Aufblick dorthin seufzt und singt hienieden schon die gläubige Seele:

O Jerusalem, du schöne, da man Gott beständig ehrt,
Und das himmlische Getöne: Heilig, heilig, heilig hört;
Ach wann komm ich doch einmal hin zu deiner Bürger Zahl?

Du wirst hinkommen, liebe Seele, wann's Gott gefällt, vorausgesetzt dass du hienieden schon dein Bürgerrecht droben festmachst und Anteil nimmst an den Rechten und Pflichten eines Zionsbürgers. Diese Rechte und Pflichten können wir uns abnehmen aus den drei folgenden Versen. Da vernehmen wir:

2)

Das Lob der heiligen Stadt, V. 3-5. Dort ist der Sammelplatz fürs Volk Gottes. Das ist das erste, was ihm zum Lobe nachgesagt wird.

V. 3. 4: „Jerusalem ist gebaut, dass es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll, da die Stämme hinaufgehen sollen, nämlich die Stämme des Herrn.“ Das alte Jerusalem sollte der Mittelpunkt und Sammelplatz sein fürs Volk des alten Bundes; aus dem ganzen Lande, von Bersaba bis Dan, aus Galiläa und Judäa und von jenseits des Jordans herüber, ja aus der Zerstreuung in fremden Landen, über Meere und Länder herüber sollten da die Stämme Israels zusammenkommen an den hohen Festen und es wieder inne werden: Wir gehören zusammen; es ist ein Blut, von dem wir stammen; ein Volk, zu dem wir zählen; ein Tempel, in dem wir anbeten; ein Gott, dem wir dienen.

Auch das geistliche Jerusalem, dessen Bürger wir sind, die Kirche Christi, meine Lieben, ist eine Stadt, da man zusammenkommen soll; soll ein Sammelplatz und Mittelpunkt werden für alle Stämme der Menschen, für alle Völker der Erde. Für alle ist da Platz. Auf alle ist's da abgesehen. Wie mancherlei Völker haben sich seit dem Pfingstfest schon gesammelt unter dem Friedenspanier Jesu Christi! Wie vielerlei Geister haben sich da schon brüderlich zusammengefunden in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes! Wie müssen da alle Schranken menschlicher Standesunterschiede zusammenfallen vor dem Angesichte Gottes: Arm und Reich, Hoch und Nieder, Gelehrt und Ungelehrt, Alt und Jung, Mann und Weib, Freund und Feind alle sollen sich da friedlich zusammenfinden vor dem Herrn in einem Glauben, einer Liebe, einer Hoffnung. Jerusalem ist eine Stadt, da man zusammenkommen soll. Welch heilige Pflichten liegen in diesem Wort! Darin liegt die Missionspflicht für die Kirche, ihre Pforten aufzutun und ihre Boten auszusenden auch für die, welche noch ferne sind vom Reich Gottes. Darin liegt die Bürgerpflicht für alle wahren Glieder der Kirche, brüderlich zusammenzustehen und zusammenzuhalten und fern von lauer Gleichgültigkeit wie von hochmütigem Sektengeist sich anzuschließen an die geistliche Mutter, die Kirche, die in ihrem Schoß all ihre echten Kinder versammeln und aus ihrer Brust alle nähren will mit der lauteren Milch der göttlichen Wahrheit. Darin liegt die Bruderpflicht für alle Kinder Gottes: Kindlein liebt einander; lasst draußen vor diesen Kirchtüren Hass und Hader, Neid und Eifersucht, Stolz und Hochmut. Jerusalem ist eine Stadt, die gebaut ist, dass man zusammenkommen soll, zusammenkommen nicht nur leiblich, sondern auch mit dem Herzen zusammenkommen in Liebe und Friede unter dem einen Herrn und König:

Er das Haupt und wir die Glieder,
Er das Licht und wir der Schein;
Er der Meister, wir die Brüder;
Er ist unser, wir sind sein.

Da wird dann die irdische Kirche ein Vorbild der himmlischen Gemeinde, wo eine große Schar zusammenkommen wird aus allen Völkern und Sprachen und Zungen und um den Herrn sich sammeln als sein priesterliches Volk.

„Zu predigen dem Volk Israel,“ heißt's weiter hier im Lob Jerusalems. Ein Sammelplatz fürs Volk Gottes ist Jerusalem nur dadurch, weil es zugleich ein Predigtstuhl ist des göttlichen Worts, das allen gilt und alle zusammenführt und zusammenhält. Als ringsumher die Heiden den blinden Götzen dienten und die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt hatten in ein Bild gleich der vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere, da ward im Tempel zu Jerusalem gepredigt der Name des lebendigen Gottes, und in der heiligen Bundeslade wurden die Tafeln seines Gesetzes bewahrt, so dass es jedermann galt im Volk Israel: Es ist dir gesagt, Mensch, was du tun sollst und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor dem Gott. „Zu predigen dem Volk Gottes.“ Das ist auch heute noch der Kirche Christi heiligstes Amt und schönstes Recht. Wo das Wort rein und lauter gelehrt wird, da ist heute noch das geistliche Jerusalem, da ist die echte Kirche. Freut euch, liebe Brüder und Schwestern, dass ihr einer Kirche angehört, welche es sich zur ersten und heiligsten Pflicht macht, zu predigen dem Volke Gottes, wo das Wort Gottes nicht unter dem Scheffel steht, sondern reichlich unter uns wohnt. Aber nehmet auch das Wort der göttlichen Predigt mit Sanftmut an und vergesst's nicht: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Dann wird's auch bei uns nicht fehlen an dem weiteren Lob Zions:

„Zu danken dem Namen des Herrn.“ Auf dem Berge Moriah, da standen die Altäre des Höchsten; da stieg der Dampf der Opfer empor am Morgen und am Abend, dem Herrn zu einem süßen Geruch; da klangen Davids Lobpsalmen und der Priester Festposaunen und der Leviten Sängerchöre gen Himmel an manchem schönen Fest zum Preis des lebendigen Gottes. „Zu danken dem Namen des Herrn.“ Dazu ist auch heute noch das geistliche Jerusalem, die christliche Kirche berufen. Wie das Wort des Herrn zu uns herniedertönt in der Predigt, so soll das unsere zu ihm emporschallen in Dank und Lobgesang. Wie wir hier beisammen sind nicht nur um Gottes Wort zu hören, sondern auch um ihm zu singen und die Opfer unseres Dankes ihm darzubringen, so soll auch unser Leben ein Dankpsalm und Lobgesang sein zur Ehre Gottes. Und wenn man auf der weiten Welt nirgends mehr ihm die Ehre gäbe, dem lebendigen Gott, so soll in seiner Gemeinde noch seine Ehre leben und sein Lob erschallen. Und wenn er an der ganzen Menschheit kein Wohlgefallen mehr haben könnte, so soll in seiner Gemeinde noch der Ort sein, da seine Ehre wohnt und seine Gnade waltet, da ein Volk ihm dient im heiligen Schmuck. Darum vergesst's nicht, ihr alle vom Hause des Herrn: „Dankt dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währt ewig.“ - Noch etwas rühmt der Psalmist zum Lobe Jerusalems:

V. 5: „Denn daselbst sitzen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses Davids.“ Auch das weltliche Regiment hatte in Jerusalem seinen Sitz und seine Könige saßen zu Gericht im Namen Gottes unter den Toren der Stadt. Das neutestamentliche Jerusalem, die Kirche Christi, hat kein zeitliches Regiment und führt kein weltliches Schwert. Und statt die Welt zu richten, muss sie vielmehr von der Welt sich richten und verurteilen lassen. Aber in geistlichem Sinn gilt's doch auch von der Kirche Christi: „Daselbst sitzen die Stühle zum Gericht.“ Das Wort Gottes, das hier verkündet wird, das ist ja ein Richter der Gedanken und der Gesinnungen des Herzens. Das Schlüsselamt, das der Herr seiner Kirche übertragen, das soll auch im Namen des heiligen Gottes sein Gericht hienieden verkünden; soll die Ungnade Gottes ansagen allen Unbußfertigen und Verstockten, soll Gnade und Seligkeit verkünden allen bußfertigen und gläubigen Seelen. Und einst, wenn die Kirche Christi triumphiert im Himmel, dann wird sie auch ihr Richteramt vollständig üben in der Welt; das Wort, das sie verkündet hat, das wird die Welt richten am jüngsten Tage, und die Apostel und Glaubenszeugen, die werden sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels. Darum heißt's von den Gläubigen:

Wann Christus, ihr Leben, wird offenbar werden,
Wann er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt,
So werden sie mit ihm als Fürsten der Erden
Auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt.
Sie werden regieren, mit ihm triumphieren,
Den Himmel als prächtige Lichter auszieren,
Da wird man die Freude gar offenbar spüren.

Und nun zum Schluss lasst uns einstimmen in:

3)

Den Glückwunsch an Jerusalem, V. 6-9.

V. 6: „Wünscht Jerusalem Glück: Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben.“ So ruft der fromme Pilger aus voll freudiger Begeisterung und wir stimmen mit ein. Es gibt Widersacher, welche der Kirche Christi Böses wünschen statt Gutes. Es gibt Ängstliche, welche der Kirche des Herrn nur Unglück verheißen statt Glück. Aber wer einmal ihre Herrlichkeit erkannt und ihre Gnadengaben verschmeckt hat, der wünscht der treuen Mutter Kirche Heil und Segen und stimmt mit ein V. 6 und V. 7: „Es müsse Frieden sein inwendig in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen.“ Ja Friede, das ist das Beste, was wir der Kirche Christi wünschen können jetzt in dieser Zeit: Friede vom großen Friedefürsten, dass nicht Hass und Hader in Zions Mauern entbrenne, während draußen die Feinde drohen, sondern dass alle, die es gut meinen mit dem Herrn und seinem Reich, zusammenhalten, verbunden in der Kraft des Geistes durch das Band des Friedens. Und das um der Menschen willen, wie um Gottes willen. Um der Menschen willen, V. 8. Denn was ist nötiger fürs Beste der Menschen, als dass die Kirche Christi blüht, dass das Reich Gottes gedeiht, das Gerechtigkeit ist und Friede und Freude im Heiligen Geist. Und um Gottes willen müssen wir's wünschen V. 9. Es gilt ja seine Sache, seine Ehre, seine Herrlichkeit. Nun denn, Jerusalem, wir wollen dein Bestes suchen; wir wollen täglich beten: Dein Reich, o Herr, komme; wir wollen mitbauen und mithelfen, bis wir einst, so Gott will, eintreten dürfen zu den Toren des himmlischen Jerusalems, nach dem unsere Seele sich sehnt:

O du auserwählte Stätte, voller Wonne, voller Zier,
O dass ich doch Flügel hätte, mich zu schwingen bald von hier
Nach der neuerbauten Stadt, welche Gott zur Sonne hat.

Amen.

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