Gerok, Karl von – Andachten zum Psalter - Psalm 113.

Gerok, Karl von – Andachten zum Psalter - Psalm 113.

(1) Halleluja. Lobt, ihr Knechte des Herrn, lobt den Namen des Herrn. (2) Gelobt sei des Herrn Name, von nun an bis in Ewigkeit. (3) Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, sei gelobt der Name des Herrn. (4) Der Herr ist hoch über alle Heiden; seine Ehre geht so weit der Himmel ist. (5) Wer ist, wie der Herr, unser Gott? Der sich so hoch gesetzt hat, (6) Und auf das Niedrige sieht im Himmel und auf Erden; (7) Der den Geringen aufrichtet aus dem Staube, und erhöht den Armen aus dem Kot, (8) Dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volks. (9) Der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird, Halleluja.
Ein alter Prediger sagt irgendwo: „Wenn ich meinen Heiland verloren hätte, so wollte ich ihn am ehesten bei den betrübten, elenden und trostlosen Herzen wieder suchen und finden.“ Und gewiss, damit hat jener fromme Mann denjenigen recht schön gezeichnet, der sich selber einen Arzt der Kranken nennt und nicht der Gesunden, und bezeugt, er sei gekommen in die Welt, zu suchen das verloren ist, und den wir während seines Erdenwallens nirgends öfter treffen und nirgends liebreicher und herablassender finden, als in den Hütten der Armen, an den Betten der Kranken, in den Häusern der Trauernden und Betrübten.

Auch darin, meine Lieben, ist der Menschensohn nur der Abglanz und das Ebenbild seines himmlischen Vaters, des ewigen Gottes selbst. Auch er, der selige und alleingewaltige Gott, der in der Höhe und im Heiligtum thront, unter den Lobgesängen der himmlischen Heerscharen in einem Lichte, da niemand zukommen kann, auch er neigt sich gerne herab zu den Armen und Geringen, also dass ein David lobsingt: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkest, und des Menschen Kind, dass du seiner dich annimmst? und er selber bezeugt durch den Mund seines Propheten Jesaja: So spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist, der ich in der Höhe und im Heiligtum wohne und bei denen, so zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Demütigen und das Herz der Zerschlagenen.

Diese Leutseligkeit und Freundlichkeit, diese Herablassung und Barmherzigkeit des großen Gottes ist es denn auch, die unser 113. Psalm insbesondere rühmet und preist; und wenn Hanna, die Mutter Samuels, dort im Heiligtum zu Silo lobsingt: Der Herr macht arm und macht reich, er erniedriget und erhöht; er hebet auf den Dürftigen aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Kot, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Stuhl der Ehren erben lasse; wenn Maria, die gebenedeite Magd Gottes, dort im Hause der Elisabeth rühmet vom Herrn: Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebet die Niedrigen; die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer, so stimmt auch unser Psalmist ein in dieses Lob der herzlichen Barmherzigkeit Gottes, der den Demütigen Gnade gibt und ein geängstetes und zerschlagenes Herz nicht verachtet.

Die Ausleger sind der Ansicht, dieser Psalm sei gedichtet worden in der Zeit, da das Volk Israel selber im ganzen und großen es hatte erfahren dürfen, dass der Herr den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Kot, nämlich in der Zeit nach der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft, als unter dem gnädigen Beistand des Herrn Stadt und Tempel wieder aus dem Schutte sich erhob. - Aber fürwahr auch für uns und unsere Zeit ist dieser Psalm gesungen. Oder ist es nicht eine trostvolle Verkündigung bei so mancherlei Kreuz, das einen jeglichen unter uns drückt; bei soviel gemeinsamer Not, darunter unsere Zeit überhaupt seufzt, und bei der allgemeinen Sündenlast, darunter das ganze Menschengeschlecht darniederliegt ist es da nicht eine trostvolle Wahrheit und selige Botschaft: Der Herr richtet die Geringen auf aus dem Staube und den Demütigen gibt Gott Gnade? Und sollten wir da nicht allesamt mit unserem Psalmisten gern einstimmen in dieses:

„Lob des erhabenen Gottes, der den Demütigen Gnade gibt?“

Wir vernehmen zuerst ein Lob der Erhabenheit Gottes, V. 1-5, und sodann ein Lob seiner Herablassung gegen die Niedrigen und Geringen, V. 6-9. Also:

1) Lob der Erhabenheit Gottes.

Dazu stimmt schon das Eingangswort:

V. 1: „Halleluja“, das dieser Psalm mit den zwei vorhergehenden gemein hat und das ihn als einen Lob- und Preispsalm von vornherein ankündigt wie ein heller Posaunenklang und Trompetenstoß. Nun folgt gleichsam die Auslegung dieses Halleluja, wenn der Sänger fortfährt: „Lobt, ihr Knechte des Herrn, lobt den Namen des Herrn.“ Der Herr ist der Erhabene und Majestätische, der allmächtige Gebieter das ist ja der Hauptname Gottes im Alten Testament, und auch im neuen Bunde, obgleich wir da seinen lieben süßen Vaternamen kennen, dürfen wir doch nie vergessen: Er ist und bleibt der Herr, der allmächtige Gebieter. Und wer sind diese Knechte des Herrn? Sind's die himmlischen Heerscharen nur, die allezeit vor seinem Throne stehen, die geflügelten Legionen, die ihm auf himmlischen Harfen ihr Halleluja singen? Oder sind's die auserkorenen Diener Gottes bloß, die Priester und Leviten, die einst zu Jerusalem im Hause des Herrn standen und in seinen Vorhöfen dienten, oder die Prediger des Evangeliums von heutzutage, denen das schöne Amt vertraut ist, Gottes Wort zu verkünden und seinen Namen zu predigen in der Gemeinde? Nein, wenn die Knechte des Herrn hier aufgerufen werden zum Lobe Gottes, so sind's nicht jene himmlischen Harfenschläger allein, auch nicht diese irdischen Würdenträger bloß, sondern es sind damit alle gemeint, die ihn ihren Herrn nennen und in seinem Reiche unter ihm leben und ihm dienen wollen. Ein Knecht Gottes, das ist ja das schönste Amt, das ein Mann auf Erden führen kann, sei er König oder Taglöhner; eine Magd Gottes, das ist ja der lieblichste Titel, den eine Frau oder Jungfrau sich verdienen kann von Maria bis auf diesen Tag. Und weil wir der frohen Zuversicht sind, es gibt noch redliche Knechte Gottes, es gibt noch fromme Mägde des Herrn, trotz soviel Sündenknechten, Weltsklaven, Fleischesdienern, auch in dieser Zeit, auch in dieser Gemeinde, und weil wir wissen, der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen, und es ist ein seliges Leben in seinem Dienst trotz aller Mühe, die es kostet, und trotz aller Arbeit, die er verlangt; darum rufen wir's getrost auch in diese Gemeinde hinein und hoffen, es wird da und dort Widerhall finden in einem frommen fröhlichen Herzen: „Lobt, ihr Knechte, ihr Mägde des Herrn, lobt den Namen des Herrn.“ Lobt ihn mit Herzen, Mund und Händen und bekennt ihn als euern Herrn und bekennt euch als seine Knechte gern und freudig nicht nur hier in seinem Haus, sondern auch daheim und mitten in der Welt. Und weil wir wissen, auch künftig wird der Herr Knechte haben und Mägde, die seinen Namen preisen, und niemals wird auf Erden aussterben die Gemeinde derer, die den lebendigen Gott kennen und lieben, und wenn alle Lästerungen seiner Feinde längst verstummt und alle Klagen und Seufzer seiner Knechte längst geschweigt sein werden, dann in die tiefen tiefen Ewigkeiten hinein wird sein Lob noch fortklingen, und viel herrlicher, als wir's hienieden im Stande der irdischen Schwachheit und Gebundenheit vermögen, werden wir droben einst mit geöffneten Augen und gelösten Zungen einstimmen ins Lob des Herrn. Darum rufen wir die Gemeinde auf zu seinem ewigen Lob und fahren fort mit unserem Psalmisten:

V. 2: Gelobt sei des Herrn Name von nun bis in Ewigkeit. Und weil wir wissen, nicht nur hier bei uns hat der Herr eine Gemeinde, die seinem Namen die Ehre gibt, sondern wie hier ein kleines Häuflein in stiller Abendstunde versammelt ist um seinen Herrn, so hat er weit über die Erde hin sein Reich verbreitet, ja alle Lande sollen noch voll werden seiner Ehre; darum rufen wir zum Voraus die ganze Welt auf zum Lobe dieses großen Gottes und sprechen:

V. 3: „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des Herrn.“ Wie kühn und unglaublich war das gesprochen damals, als dieser Psalm gedichtet ward, als noch Finsternis das Erdreich und Dunkel die Völker bedeckte, und nur zwischen den Bergen Judas ein kleines, verachtetes Volk anbetete vor dem lebendigen Gott! Und siehe nun nach zweieinhalb Jahrtausenden, wieviel näher ist diese Verheißung ihrer Erfüllung gerückt! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang wieviel Völker haben sich nun bekehrt zu dem lebendigen Gott! Wieviel Knie in allen Landen beugen sich vor dem Gott Israels! Muss uns das nicht auffordern zum Lobe des erhabenen Gottes, der Großes getan hat an seinem Volk! Muss uns das nicht erfüllen mit Vertrauen auf ihn, der auch künftig je mehr und mehr seine Verheißung wird erfüllen: Mir sollen sich beugen alle Knie und alle Zungen schwören und bekennen: In dem Herrn habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Er ist ja Manns genug dazu, er, der Erhabene und Majestätische!

V. 4: „Der Herr ist hoch über alle Heiden; seine Ehre geht soweit der Himmel ist.“ Das hat er fürwahr bewiesen. Wo sind sie, die alten Heidengötter, mit ihren Marmortempeln und Prachtbildsäulen; wo ist Jupiter, von dem die Griechen fabelten: wenn er seine Locken schüttle, so zittre Himmel und Erde; und jene Diana, der sie einst in Ephesus zujubelten: Groß ist die Diana der Epheser; und alle jene geträumten Heidengötter sie sind in den Staub gesunken vor dem Kreuzesbild des Nazareners. Wo sind sie, jene gewaltigen Heidenvölker, die einst das Volk Israel geknechtet: die Babylonier und Assyrer, die Griechen und die Römer, vergangen und verschollen, während das Volk Gottes besteht und das Reich Christi wächst bis auf diesen Tag. Der Herr ist hoch über alle Heiden.“ Auch über die Heiden unserer Tage, auch über die Toren, die in ihrem Herzen sprechen: Es ist kein Gott! ist er hoch erhaben; sie können ihm seine Ehre nicht rauben, sein Reich nicht nehmen; siegreich wie die Sonne aufgeht aus der Nacht, geht seine Herrlichkeit immer wieder auf und zerstreut die Finsternisse des Aberglaubens und des Unglaubens; „seine Ehre geht soweit der Himmel ist.“

V. 5: „Wer ist wie der Herr, unser Gott, der sich so hoch gesetzt hat?“ Ja, wer im Himmel und auf Erden kann sich messen mit ihm, dem Seligen und Alleingewaltigen, dem Herrn aller Herren und König aller Könige, der den Himmel zu seinem Stuhl und die Erde zum Schemel seiner Füße macht? O wie muss das unsern Hochmut beugen und unsere Eitelkeit beschämen, wenn wir etwa meinen, wir seien etwas, wir haben etwas, wir können etwas, und blicken dann auf zu dem, vor dem all unsere Macht Ohnmacht, all unser Wissen Stückwerk, all unsere Ehre Schande ist. Aber wie ist es auch ein tröstlicher Gedanke für alle seine treuen Knechte und redlichen Mägde, ein Trost für alle Armen und Gedrückten: „Wer ist wie der Herr, unser Gott, der sich so hoch gesetzt hat?“ Wer kann mir etwas anhaben, und sei es der Gewaltigste auf Erden, wenn ich unter dem Schutze des allmächtigen Gottes stehe; wenn er mich unter die Flügel seiner Allmacht nimmt, dann darf ich all meinen Hassern und Neidern gegenüber mit David rühmen (Ps. 118, 6): „Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun?“ - und mit Paulus triumphieren: „Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?“ und mit Gerhard singen: „Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich.“ Und siehe, dieser große und allmächtige Gott ist ja insbesondere ein Freund der Geringen und ein Beschützer der Elenden. Das vernehmen wir nun in der zweiten Hälfte des Psalms, V. 6-9. Schön war das Lob seiner Erhabenheit und Majestät, noch schöner ist:

2) Das Lob der Herablassung des großen und allmächtigen Gottes gegen die Niedrigen und Geringen.

V. 6: Der sich so hoch gesetzt hat und auf das Niedrige sieht im Himmel und auf Erden.“ Das ist freilich etwas Widersprechendes, etwas Unbegreifliches für unsern schwachen Menschenverstand. Der große Gott, der erhaben ist über alles, der soll sich zugleich kümmern um das Kleine und Geringe und sich herablassen zu dem Allergeringsten auf Erden? Nein, sagt der Verstand der stolzen Weltweisen, um solche Kleinigkeiten kümmert der große Gott sich nicht; er thront hoch in unermessner Ferne und hat anderes zu denken und zu tun, als sich abzugeben mit unserem armseligen Tun und Treiben, das kleiner und geringer vor ihm ist, als das Wimmeln eines Ameisenhaufens zu unsern Füßen. Nein, sagt auch oft der Kleinglaube unseres verzagten Herzens, wie könnte ich das hoffen und erwarten, dass er, der Selige und Alleingewaltige, sich herablasse zu mir, dem Kinde des Staubes; meine Seufzer höre, meine Tränen zähle, meine Schmerzen mitfühle, der ich ja nichts vor ihm bin als Staub und Asche, ja ein armer Sünder, der viel eher Zorn als Gnade verdient hat. Und doch - wieviel anders, wieviel besser als unser stolzer Verstand und unser verzagtes Herz weiß es Gottes Wort, das Gotteswort, das da spricht: Nun aber sind auch eure Haare auf eurem Haupte alle gezählt; das Gotteswort, das uns tröstet: Was gering ist und verachtet vor der Welt, das hat Gott auserwählt. O soll euch das nicht trösten, ihr Kleinen und Geringen, ihr Verachteten und Vergessenen, ihr Misshandelten und Verfolgten, ihr Betrübten und Gedrückten: der große und majestätische Gott hat nicht Wohlgefallen an den Hohen und Stolzen, wohl aber an den Demütigen und Zerschlagenen. Und gerade wenn wir am allerkleinsten und am allerschwächsten uns fühlen, dann dürfen wir auch seine Nähe am allerseligsten fühlen. Wohl ist das ein Wunder vor unsern Augen: Was hat doch der große Gott für Lust an den Kleinen, der Erhabene an den Niedrigen, der Herrliche an den Verachteten, der Freudenreiche an den Trostlosen; wie kann er, der in der Höhe und im Heiligtum thront, Wohnung machen wollen in einem mühseligen und beladenen Sünderherzen? Aber sieh, o Seele, das ist das Wunder der göttlichen Liebe und Erbarmung, die das Verlorene sucht und gerade ins ärmste Gefäß ihre Gaben am reichlichsten schüttet, und der Geben seliger ist als Nehmen. Das ist der Gott:

V. 7. 8: „Der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Kot, dass er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volks.“ Wie zeigt uns das die heilige Geschichte an so manchem lehrreichen Exempel! Mose war ein Findling und Gott machte ihn doch zu einem Herzog über Israel; Josef ein Knecht und hernach ein Herr über Pharaonis ganzes Haus und Land; Daniel ein Gefangener, nachmals ein Fürst zu Babylon; David ein Hirtenknabe und hernach ein König über Israel; Esther eine arme Waise und dann eine erhabene Königin; Ruth eine arme Ährenleserin und dann die Stammmutter Davids; Petrus ein Fischer und darauf ein herrlicher Apostelfürst; Luther ein Bergmannssohn und dann ein Reformator der christlichen Kirche. Und ähnliche Wunder kann der Herr noch heute tun.

Es sind ja Gott geringe Sachen
Und seiner Allmacht gilt es gleich,
Den Großen klein und arm zu machen,
Den Armen aber groß und reich;
Er ist's, der Wunder stets getan,
Und stürzen und erhöhen kann.

So sei auch du gern im niedrigen Stande; vielleicht auch dir kommt noch der Tag, da der Herr sagt: Freund, rücke hinauf! Solltest du auch nicht, sagt unser alter Ausleger, als eine hohe Lilie und prächtige Kaiserkrone in der Welt prangen, so kannst du doch als ein kleines und niedriges Veilchen durch den guten Geruch deiner Tugenden dich Gott und den Menschen angenehm machen. Ja solltest du dein Leben lang zurückgesetzt werden auf Erden, so hat doch dein Gott noch einen großen Himmel voll Ehrenstühle; vielleicht auch dir ist einer aufbehalten; wenn du im niedrigen Stande hienieden Gott und dem Nächsten gedient, dann wirst auch du das Ehrenzeugnis einst vernehmen: Ei, du frommer und getreuer Knecht!

V. 9: „Der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird, Halleluja.“ Wie lieblich hat dies der Herr einst erwiesen an einer Sara, Rebekka, Rahel, Hanna und Elisabeth, denen er die Schmach abgenommen und edlen Kindersegen geschenkt hat. Und wie freundlich kehrt er auch jetzt noch oft mit seinem Segen ein in die Häuser der Einsamen und wendet Sorge und Not in Freude und Wonne. Aber auch geistlicher Weise hat er das erfüllt und will es noch immer erfüllen. Auch seine Kirche will er ansehen in ihrer Schmach und Einsamkeit und will sie erhöhen und zu einer fröhlichen Kindermutter machen, dass sie wieder zu Ehren komme vor der Welt und ihr Kinder, gläubige, fromme Gotteskinder geboren werden wie der Tau aus der Morgenröte. Tue das, großer, barmherziger Gott! Zeige dich auch in unserer Zeit, auch in dieser Gemeinde als den Nothelfer der Verlassenen, als den gnädigen und barmherzigen Gott, und lass es uns täglich erfahren:

Selig, ja selig ist der zu nennen,
Des Hilfe der Gott Jakobs ist,
Welcher vom Glauben sich nicht lässt trennen,
Und hofft getrost auf Jesum Christ!
Wer diesen Herrn zum Beistand hat,
Findet am besten Rat und Tat.
Halleluja, Halleluja! Amen.

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