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 V. 11. David begründet den Gedanken des vorhergehenden Verses und führt aus, wie Gott ihn von der Knechtschaft des Todes befreit. Es geschieht dies dadurch, dass er unter seiner Führung zum Leben gelangt. Hieraus ziehen wir wiederum den Schluss, den wir schon früher gemacht haben, dass die Gläubigen hier für die Ewigkeit von den Draußenstehenden und Verworfenen unterschieden werden. Wenn andere auslegen, dem David sei der Weg zum Leben dadurch gezeigt, dass ihm seine Lebenszeit verlängert wurde, so ist dies eine Ausflucht. Denn Gottes Gnade würde zu sehr entleert werden, wenn man sagen würde, dass er für die Seinen nur während der wenigen Jahre ihres Lebens ein Führer sei. Dann würden sie sich gar nicht von den Verworfenen unterscheiden, denen ja dieselbe Sonne scheint. Da David hier die besondere Gnade preist, deren Gott nur seine Kinder würdigt, so ist der ** Weg zum Leben, ** den Gott ihm auftut, ohne Zweifel der Weg zur seligen Unsterblichkeit. Und nur der hält schon während des gegenwärtigen Lebens jenen Weg recht inne, der so mit Gott verbunden ist, dass er in ihm und nicht außer ihm lebt. Endlich fügt David hinzu, dass dem, der einen gnädigen Gott hat, nichts am vollsten Glück fehlt. Der Hinweis auf ** Gottes Angesicht ** bedeutet sowohl, dass Gott uns ansieht, als dass wir Gottes Angesicht schauen. Die erste Ursache der Freude ist seine väterliche Gunst, wenn er uns mit heiterem Blick ansieht. Aber wir genießen die Freude erst dann, wenn wir auch wiederum sein liebes Angesicht schauen. Mit diesen Worten will David genau bestimmen, für welche Leute diese Freuden da sind, deren Fülle in Gottes Hand ist. Wie kommt es, dass, obgleich bei Gott liebliches Wesen ist, womit er die ganze Welt erfüllt, trotzdem ein trostloser und totbringender Nebel den größten Teil des menschlichen Geschlechts bedeckt? Kommt es nicht daher, dass Gott nicht alle in gleicher Weise mit heiteren und väterlichen Augen anblickt, und nicht allen die Augen öffnet, so dass sie nun nirgends anders als nur in ihm die Quelle der Freude suchen? Die ** Fülle ** (wörtlich „Sattheit“) ** der Freude ** steht hier im Gegensatz zu den flüchtigen Ergötzungen der Welt, mit denen die unglücklichen Menschen sich eine Zeitlang täuschen, um sich zuletzt doch unbefriedigt und hungrig zu fühlen. Denn wenn sie sich auch noch so sehr in Vergnügungen hineinstürzen, so siechen sie doch mehr im Ekel dahin, als dass sie gesättigt würden. Und dann vergehen diese zeitlichen Freuden gleich wie Träume. David bezeugt also, dass man nirgend anderswo eine sichere Freude finden kann, in welcher das Menschenherz auszuruhen vermag, als nur in Gott, und dass deshalb nur die Gläubigen, die mit seiner Gnade allein sich zufrieden geben, in jeglicher Beziehung glücklich sind.  V. 11. David begründet den Gedanken des vorhergehenden Verses und führt aus, wie Gott ihn von der Knechtschaft des Todes befreit. Es geschieht dies dadurch, dass er unter seiner Führung zum Leben gelangt. Hieraus ziehen wir wiederum den Schluss, den wir schon früher gemacht haben, dass die Gläubigen hier für die Ewigkeit von den Draußenstehenden und Verworfenen unterschieden werden. Wenn andere auslegen, dem David sei der Weg zum Leben dadurch gezeigt, dass ihm seine Lebenszeit verlängert wurde, so ist dies eine Ausflucht. Denn Gottes Gnade würde zu sehr entleert werden, wenn man sagen würde, dass er für die Seinen nur während der wenigen Jahre ihres Lebens ein Führer sei. Dann würden sie sich gar nicht von den Verworfenen unterscheiden, denen ja dieselbe Sonne scheint. Da David hier die besondere Gnade preist, deren Gott nur seine Kinder würdigt, so ist der ** Weg zum Leben, ** den Gott ihm auftut, ohne Zweifel der Weg zur seligen Unsterblichkeit. Und nur der hält schon während des gegenwärtigen Lebens jenen Weg recht inne, der so mit Gott verbunden ist, dass er in ihm und nicht außer ihm lebt. Endlich fügt David hinzu, dass dem, der einen gnädigen Gott hat, nichts am vollsten Glück fehlt. Der Hinweis auf ** Gottes Angesicht ** bedeutet sowohl, dass Gott uns ansieht, als dass wir Gottes Angesicht schauen. Die erste Ursache der Freude ist seine väterliche Gunst, wenn er uns mit heiterem Blick ansieht. Aber wir genießen die Freude erst dann, wenn wir auch wiederum sein liebes Angesicht schauen. Mit diesen Worten will David genau bestimmen, für welche Leute diese Freuden da sind, deren Fülle in Gottes Hand ist. Wie kommt es, dass, obgleich bei Gott liebliches Wesen ist, womit er die ganze Welt erfüllt, trotzdem ein trostloser und totbringender Nebel den größten Teil des menschlichen Geschlechts bedeckt? Kommt es nicht daher, dass Gott nicht alle in gleicher Weise mit heiteren und väterlichen Augen anblickt, und nicht allen die Augen öffnet, so dass sie nun nirgends anders als nur in ihm die Quelle der Freude suchen? Die ** Fülle ** (wörtlich „Sattheit“) ** der Freude ** steht hier im Gegensatz zu den flüchtigen Ergötzungen der Welt, mit denen die unglücklichen Menschen sich eine Zeitlang täuschen, um sich zuletzt doch unbefriedigt und hungrig zu fühlen. Denn wenn sie sich auch noch so sehr in Vergnügungen hineinstürzen, so siechen sie doch mehr im Ekel dahin, als dass sie gesättigt würden. Und dann vergehen diese zeitlichen Freuden gleich wie Träume. David bezeugt also, dass man nirgend anderswo eine sichere Freude finden kann, in welcher das Menschenherz auszuruhen vermag, als nur in Gott, und dass deshalb nur die Gläubigen, die mit seiner Gnade allein sich zufrieden geben, in jeglicher Beziehung glücklich sind. 
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