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 V. 5. ** Sie werden nicht zu Schanden **usw. Hier schildert der Prophet die Kinder, wie sie, gerecht und unbescholten in ihrem Wandel, kein Bedenken tragen, über ihr Leben Rechenschaft zu geben, um übel wollenden Leuten und Verleumdern den Mund zu stopfen. An den Toren fanden früher die Gerichtsverhandlungen statt; **„im Tor“ **heißt also soviel wie: vor Gericht oder im Rathaus. Was an den Kindern in erster Linie gelobt wird und von den Vätern als eine Gnade Gottes gebührend geschätzt werden soll, ist ihre Unschuld. Vorhin hatte Salomo die braven und wohl begabten Kinder mit Pfeilen verglichen. Damit nun niemand bei diesem Vergleich an Gewaltstreiche und räuberisches Treiben denke, stellt er ausdrücklich fest, dass der Schutz, den sie ihren Eltern bringen sollen, auf ihrem tugendhaften und sittenreinen Wandel beruht. Solche Kinder also soll man sich wünschen, die nicht die Elenden unterdrücken, nicht durch List und Betrug sich hervortun, nicht Schätze sammeln mit Ungerechtigkeit, nicht durch herrisches Auftreten sich Geltung verschaffen, sondern die auf Recht und Billigkeit halten, den Gesetzen den Gehorsam nicht verweigern und bereit sind, sich über ihr Leben zu verantworten. So sehr es aber auch der Eltern Pflicht ist, ihre Kinder mit aller Sorgfalt zu erziehen in Gottesfurcht und Zucht, sollen sie doch dessen eingedenk bleiben, dass sie das ohne Gottes freie und sonderliche Gnade nicht erreichen können. Daneben deutet Salomo an, dass es uns an missgünstigen Widersachern nie fehlen werde, wenn wir uns auch noch so sehr der Rechtschaffenheit befleißigen. Denn wenn die Redlichkeit gegen alle Lästerung gefeit wäre, so gäbe es keine Auseinandersetzung mit Feinden.  V. 5. ** Sie werden nicht zu Schanden **usw. Hier schildert der Prophet die Kinder, wie sie, gerecht und unbescholten in ihrem Wandel, kein Bedenken tragen, über ihr Leben Rechenschaft zu geben, um übel wollenden Leuten und Verleumdern den Mund zu stopfen. An den Toren fanden früher die Gerichtsverhandlungen statt; **„im Tor“ **heißt also soviel wie: vor Gericht oder im Rathaus. Was an den Kindern in erster Linie gelobt wird und von den Vätern als eine Gnade Gottes gebührend geschätzt werden soll, ist ihre Unschuld. Vorhin hatte Salomo die braven und wohl begabten Kinder mit Pfeilen verglichen. Damit nun niemand bei diesem Vergleich an Gewaltstreiche und räuberisches Treiben denke, stellt er ausdrücklich fest, dass der Schutz, den sie ihren Eltern bringen sollen, auf ihrem tugendhaften und sittenreinen Wandel beruht. Solche Kinder also soll man sich wünschen, die nicht die Elenden unterdrücken, nicht durch List und Betrug sich hervortun, nicht Schätze sammeln mit Ungerechtigkeit, nicht durch herrisches Auftreten sich Geltung verschaffen, sondern die auf Recht und Billigkeit halten, den Gesetzen den Gehorsam nicht verweigern und bereit sind, sich über ihr Leben zu verantworten. So sehr es aber auch der Eltern Pflicht ist, ihre Kinder mit aller Sorgfalt zu erziehen in Gottesfurcht und Zucht, sollen sie doch dessen eingedenk bleiben, dass sie das ohne Gottes freie und sonderliche Gnade nicht erreichen können. Daneben deutet Salomo an, dass es uns an missgünstigen Widersachern nie fehlen werde, wenn wir uns auch noch so sehr der Rechtschaffenheit befleißigen. Denn wenn die Redlichkeit gegen alle Lästerung gefeit wäre, so gäbe es keine Auseinandersetzung mit Feinden. 
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