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| =====2. Mose 8, 16.===== | =====2. Mose 8, 16.===== | ||
| - | **“So spricht der HErr: Laß Mein Volk, daß es Mir diene.“ ** | + | **“So spricht der HErr: Lass Mein Volk, dass es Mir diene.“ ** |
| - | Zu Pharao, dem Könige von Ägypten, hat's müssen Mose sagen: „Laß Mein Volk, daß es Mir diene.“ Das ist auch die Sprache, die Gott gegen alle Zwingherrn bis an's Ende der Welt führt, auch gegen den Fürsten der Finsternis: „Laß Mein Volk, daß es Mir diene.“ Denn Sein Volk, d. h. alle die, die es werden sollen, - Israel war's auch noch nicht, sondern wurde es im vollen Sinne erst nach dem Auszug, - ist von ältesten Zeiten her gebunden gewesen, und immer wieder in eine Knechtschaft geraten, darin es dem HErrn nicht dienen konnte. Auch wenn man in unsere Zeit hineinsieht, | + | Zu Pharao, dem Könige von Ägypten, hat's müssen Mose sagen: „Lass Mein Volk, dass es Mir diene.“ Das ist auch die Sprache, die Gott gegen alle Zwingherrn bis an's Ende der Welt führt, auch gegen den Fürsten der Finsternis: „Lass Mein Volk, dass es Mir diene.“ Denn Sein Volk, d. h. alle die, die es werden sollen, - Israel war's auch noch nicht, sondern wurde es im vollen Sinne erst nach dem Auszug, - ist von ältesten Zeiten her gebunden gewesen, und immer wieder in eine Knechtschaft geraten, darin es dem HErrn nicht dienen konnte. Auch wenn man in unsere Zeit hineinsieht, |
| - | In unsrer gegenwärtigen Zeit freilich ist das das Merkwürdige, | + | In unsrer gegenwärtigen Zeit freilich ist das das Merkwürdige, |
| - | **Zusatz:** Groß ist noch die Zwingherrschaft über die Gewissen in vielen Ländern. Denken wir in Europa, auch an Länder, wo es schon dämmert, wie an ein Rußland, an ein Italien von oben bis unten, auch an manche andere Staaten, in welchen wohl der Grundsatz der Gewissensfreiheit ausgesprochen, | + | **Zusatz:** Groß ist noch die Zwingherrschaft über die Gewissen in vielen Ländern. Denken wir in Europa, auch an Länder, wo es schon dämmert, wie an ein Russland, an ein Italien von oben bis unten, auch an manche andere Staaten, in welchen wohl der Grundsatz der Gewissensfreiheit ausgesprochen, |
| **Mel. Nun danket All' und bringet.** | **Mel. Nun danket All' und bringet.** | ||
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| Die Meereswasser, | Die Meereswasser, | ||
| Ägyptens hast gelöst;\\ | Ägyptens hast gelöst;\\ | ||
| - | Auf daß, die jetzt mit Thränen | + | Auf dass, die jetzt mit Tränen |
| Und müssen traurig sein, \\ | Und müssen traurig sein, \\ | ||
| Die weinend ihre Straße geh'n, \\ | Die weinend ihre Straße geh'n, \\ | ||
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| ===== 2. Mose 12,13. ===== | ===== 2. Mose 12,13. ===== | ||
| - | „**Das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, daß, wenn Ich das Blut sehe, Ich vor euch vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe.**“ | + | „**Das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, dass, wenn Ich das Blut sehe, Ich vor euch vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe.**“ |
| - | Am letzten Abend vor dem Auszug aus Ägypten | + | Am letzten Abend vor dem Auszug aus Ägypten |
| - | Es gehörte für das Volk viel dazu, so große Dinge fest zu glauben und daraufhin sich zu rüsten und auf einen Abmarsch sich bereitzuhalten; | + | Es gehörte für das Volk viel dazu, so große Dinge fest zu glauben und daraufhin sich zu rüsten und auf einen Abmarsch sich bereitzuhalten; |
| - | Wir nun haben auch ein Osterlamm und müssen immer denken, wir sind dem Verderber ausgesetzt, wenn wir an dieses „Lamm Gottes“ nicht glauben und nicht dadurch gleichsam mit Seinem Blute besprengt sind. Würde das Opfer Christi mehr vor unsrer Seele stehen, würden wir mehr unsre Hoffnung darauf gründen, | + | Wir nun haben auch ein Osterlamm und müssen immer denken, wir sind dem Verderber ausgesetzt, wenn wir an dieses „Lamm Gottes“ nicht glauben und nicht dadurch gleichsam mit Seinem Blute besprengt sind. Würde das Opfer Christi mehr vor unsrer Seele stehen, würden wir mehr unsre Hoffnung darauf gründen, |
| In der Christenheit aber nimmt der Glaube an den Versöhnungstod Christi als das Mittel zur Vergebung der Sünden vollends mehr und mehr ab; Zweifel und Bedenken werden allerwärts herrschend, und alles pocht mehr auf eigene Gerechtigkeit oder will sich halten an eine Vergebung der Sünden, die nur auf bloße „Liebe“ Gottes gegründet ist, nicht auch auf Seine (das stellvertretende Opfer Christi erfordernde) Gerechtigkeit. | In der Christenheit aber nimmt der Glaube an den Versöhnungstod Christi als das Mittel zur Vergebung der Sünden vollends mehr und mehr ab; Zweifel und Bedenken werden allerwärts herrschend, und alles pocht mehr auf eigene Gerechtigkeit oder will sich halten an eine Vergebung der Sünden, die nur auf bloße „Liebe“ Gottes gegründet ist, nicht auch auf Seine (das stellvertretende Opfer Christi erfordernde) Gerechtigkeit. | ||
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| Wenn das so ist: Können wir da als mit dem Blute Christi besprengt gelten? Und kann da der Verderber. wenn Gottes Zorn ihn aussendet, schonend an den durch Zweifelsucht verzagten Seelen vorübergehen? | Wenn das so ist: Können wir da als mit dem Blute Christi besprengt gelten? Und kann da der Verderber. wenn Gottes Zorn ihn aussendet, schonend an den durch Zweifelsucht verzagten Seelen vorübergehen? | ||
| - | Ach, daß wir doch wieder mehr Sinn und Verstand für den Heilsrat Gottes, wie er vor uns liegt, bekämen - zu unserer zeitlichen und ewigen Errettung! | + | Ach, dass wir doch wieder mehr Sinn und Verstand für den Heilsrat Gottes, wie er vor uns liegt, bekämen - zu unserer zeitlichen und ewigen Errettung! |
| =====2. Mose 15, 17===== | =====2. Mose 15, 17===== | ||
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| **“Bringe sie hin und pflanze sie auf den Berg Deines Erbes, an die Stätte, die Du, HErr Dir zur Wohnung gemacht hast, zu Deinem Heiligtum, das Deine Hand bereitet hat.“** | **“Bringe sie hin und pflanze sie auf den Berg Deines Erbes, an die Stätte, die Du, HErr Dir zur Wohnung gemacht hast, zu Deinem Heiligtum, das Deine Hand bereitet hat.“** | ||
| - | Die Losung ist aus dem Lied genommen, welches Miriam sang nach dem Auszug aus Ägypten und nach dem Untergang der Ägypter. Miriam wünscht den Geretteten glücklichen Einzug | + | Die Losung ist aus dem Lied genommen, welches Miriam sang nach dem Auszug aus Ägypten und nach dem Untergang der Ägypter. Miriam wünscht den Geretteten glücklichen Einzug |
| - | Uns aber kann es einen eigentümlichen Eindruck geben, wenn wir hören, wie Miriam so fröhlich singt, und alles Volk jauchzt und hofft, und doch gerade dieses Volkes Leiber fast alle in der Wüste verfielen. Sowohl im Hebräerbriefe (3,17), als auch im ersten Korintherbriefe (10,1ff.) wird das Schicksal des Volkes als eine Warnung für uns vorgestellt, | + | Uns aber kann es einen eigentümlichen Eindruck geben, wenn wir hören, wie Miriam so fröhlich singt, und alles Volk jauchzt und hofft, und doch gerade dieses Volkes Leiber fast alle in der Wüste verfielen. Sowohl im Hebräerbriefe (3,17), als auch im ersten Korintherbriefe (10,1ff.) wird das Schicksal des Volkes als eine Warnung für uns vorgestellt, |
| - | Ich habe mir schon als Knabe meine Gedanken gemacht, wenn ich in Cannstatt war auf dem Volksfest, das dort alle Jahr gefeiert wird. Da wurden damals hohe Stangen aufgerichtet, | + | Ich habe mir schon als Knabe meine Gedanken gemacht, wenn ich in Cannstatt war auf dem Volksfest, das dort alle Jahr gefeiert wird. Da wurden damals hohe Stangen aufgerichtet, |
| **Mel. Alles ist an Gottes Segen.** | **Mel. Alles ist an Gottes Segen.** | ||
| - | JEsu, hilf, laß all mein Sehnen \\ | + | JEsu, hilf, lass all mein Sehnen \\ |
| Unter glaubensvollen Tränen\\ | Unter glaubensvollen Tränen\\ | ||
| Nur nach Deiner Wohnung geh'n .\\ | Nur nach Deiner Wohnung geh'n .\\ | ||
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| ===== 2. Mose 20, 8. ===== | ===== 2. Mose 20, 8. ===== | ||
| - | „**Gedenke des Sabbattages, | + | „**Gedenke des Sabbattages, |
| - | Den Sabbat heiligen, heißt ihn aussondern von den andern Tagen als einen Ruhetag im Gegensatz zu den Arbeitstagen. Das soll geschehen, nicht nur um von den leiblichen Anstrengungen auszuruhen, sondern auch zur Ehre Gottes, um Gottes und Seiner Sache in Ruhe zu gedenken, also auch geistliche Erquickung zu bekommen. Dessen, so sagt der HErr, sollte Israel eingedenk bleiben. Und wie für Israel, so sollte es auch für uns eine dauernde Pflicht sein, den Tag zu heiligen, weil wir so auch Gott selber heiligen. Ernstlich hat's Gott mit diesem Gebot gemeint, da dasselbe oft und mit vielen Worten und Auslegungen in der mosaischen Gesetzgebung und in den Propheten ausgesprochen wird. Und man sieht es deutlich, | + | Den Sabbat heiligen, heißt ihn aussondern von den andern Tagen als einen Ruhetag im Gegensatz zu den Arbeitstagen. Das soll geschehen, nicht nur um von den leiblichen Anstrengungen auszuruhen, sondern auch zur Ehre Gottes, um Gottes und Seiner Sache in Ruhe zu gedenken, also auch geistliche Erquickung zu bekommen. Dessen, so sagt der HErr, sollte Israel eingedenk bleiben. Und wie für Israel, so sollte es auch für uns eine dauernde Pflicht sein, den Tag zu heiligen, weil wir so auch Gott selber heiligen. Ernstlich hat's Gott mit diesem Gebot gemeint, da dasselbe oft und mit vielen Worten und Auslegungen in der mosaischen Gesetzgebung und in den Propheten ausgesprochen wird. Und man sieht es deutlich, |
| **Es sind aber zwei Gefahren zu vermeiden.** | **Es sind aber zwei Gefahren zu vermeiden.** | ||
| - | Die erste ist die, -daß man leicht ein Gesetzeswerk daraus macht, wie wenn alles getan wäre, wenn man nur strenge Sabbatregeln hielte! Es gibt christliche Länder, in denen man gar zu streng und übermäßig den Sonntag - welcher jetzt für den Sabbat gilt - hält; und man hat ihm Gesetze angehängt, die ganz den „Aufsätzen der Ältesten“ gleichen, die der HErr so sehr tadelt (Mark. 7, 3). Auf diese Weise macht man sich das, was Gott uns hat zu einer Erquickung gönnen wollen, zu einer Last, die unter Umständen sehr drückend, fast unerträglich werden und leiblich und geistlich schaden kann. Geistlich schadet' | + | Die erste ist die, -dass man leicht ein Gesetzeswerk daraus macht, wie wenn alles getan wäre, wenn man nur strenge Sabbatregeln hielte! Es gibt christliche Länder, in denen man gar zu streng und übermäßig den Sonntag - welcher jetzt für den Sabbat gilt - hält; und man hat ihm Gesetze angehängt, die ganz den „Aufsätzen der Ältesten“ gleichen, die der HErr so sehr tadelt (Mark. 7, 3). Auf diese Weise macht man sich das, was Gott uns hat zu einer Erquickung gönnen wollen, zu einer Last, die unter Umständen sehr drückend, fast unerträglich werden und leiblich und geistlich schaden kann. Geistlich schadet' |
| - | Indem man aber dieser Gefahr ausweichen will, geraten viele in die andere, insofern als sie doch glauben, manche Geschäfte mit unterlaufen lassen zu dürfen, die nicht taugen. „Nur ein wenig“ wollen sie tun - kommen aber immer weiter, bis der Ruhetag nicht mehr zu sehen ist! Mit solcher Nachsicht ist's bei vielen soweit gekommen, | + | Indem man aber dieser Gefahr ausweichen will, geraten viele in die andere, insofern als sie doch glauben, manche Geschäfte mit unterlaufen lassen zu dürfen, die nicht taugen. „Nur ein wenig“ wollen sie tun - kommen aber immer weiter, bis der Ruhetag nicht mehr zu sehen ist! Mit solcher Nachsicht ist's bei vielen soweit gekommen, |
| Ohne den Sonntag wäre der Christen ganzes Wesen bald wieder ein heidnisches - und man kann das sehen, wenn man drauf achtet. | Ohne den Sonntag wäre der Christen ganzes Wesen bald wieder ein heidnisches - und man kann das sehen, wenn man drauf achtet. | ||
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| =====2. Mose 20,17.===== | =====2. Mose 20,17.===== | ||
| - | **“Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses, | + | **“Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses, |
| - | Der Tag ist gekommen, an welchem die lieben Verlobten in unserer Mitte auf Zeit und Ewigkeit verbunden werden sollen. Wir wünschen, | + | Der Tag ist gekommen, an welchem die lieben Verlobten in unserer Mitte auf Zeit und Ewigkeit verbunden werden sollen. Wir wünschen, |
| - | Mit diesen Geboten wollte Gott durch Mosen uns hauptsächlich die feinere Art des Diebstahls und Ehebruchs verbieten, indem man nämlich nicht mit Gewalt, sondern mit List und geheimen Ränken, immer unter dem Schein des Rechts, sich das Eigentum des Nächsten zuzueignen sucht. Da kann jemand ein Gelüste haben nach dem, was des Andern ist, selbst nach dessen Weib, und Pläne schmieden, wie er's anzugreifen hätte, damit es sein Eigentum werde. und mit scheinbaren Ehren ihm zufalle. Solches ist ein großer | + | Mit diesen Geboten wollte Gott durch Mosen uns hauptsächlich die feinere Art des Diebstahls und Ehebruchs verbieten, indem man nämlich nicht mit Gewalt, sondern mit List und geheimen Ränken, immer unter dem Schein des Rechts, sich das Eigentum des Nächsten zuzueignen sucht. Da kann jemand ein Gelüste haben nach dem, was des Andern ist, selbst nach dessen Weib, und Pläne schmieden, wie er's anzugreifen hätte, damit es sein Eigentum werde. und mit scheinbaren Ehren ihm zufalle. Solches ist ein großer |
| - | Der HErr möge allen, die nach Ihm fragen, den Sinn geben, immer lieber dem Nächsten, was ihm zugehört und zu seiner Erhaltung dient, zu gönnen, ja ihm lieber zu helfen, wenn er in Gefahr steht, sein Notwendigstes zu verlieren, | + | Der HErr möge allen, die nach Ihm fragen, den Sinn geben, immer lieber dem Nächsten, was ihm zugehört und zu seiner Erhaltung dient, zu gönnen, ja ihm lieber zu helfen, wenn er in Gefahr steht, sein Notwendigstes zu verlieren, |
| - | Eine prosaische Ermahnung auf den heutigen Tag, könnten viele unter uns meinen. Aber der Text ist gegeben. Wir sprechen darüber; und wer nachdenkt, wird finden, | + | Eine prosaische Ermahnung auf den heutigen Tag, könnten viele unter uns meinen. Aber der Text ist gegeben. Wir sprechen darüber; und wer nachdenkt, wird finden, |
| **Mel. Ach, bleib' mit deiner Gnade.** | **Mel. Ach, bleib' mit deiner Gnade.** | ||
| - | Laß mich der Lüge Pfaden \\ | + | Lass mich der Lüge Pfaden \\ |
| Entgeh' | Entgeh' | ||
| Und gönne mir aus Gnaden, \\ | Und gönne mir aus Gnaden, \\ | ||
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| So glücklich sind wir freilich nicht, als es Mose gewesen ist, der mit dem HErrn reden durfte von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Das war doch etwas Großes und Wunderbares und sonst Unerhörtes, | So glücklich sind wir freilich nicht, als es Mose gewesen ist, der mit dem HErrn reden durfte von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Das war doch etwas Großes und Wunderbares und sonst Unerhörtes, | ||
| - | Aber ein großer Trost liegt für uns darin, | + | Aber ein großer Trost liegt für uns darin, |
| - | Wenn denn schon in so alter Zeit solcher Verkehr mit Gott Statt fand, so lehrt uns das glauben und erkennen, wie schon damals es bei dem Vater ausgemacht war, daß es mit allen, die zu Ihm kommen wollten, ausgehen | + | Wenn denn schon in so alter Zeit solcher Verkehr mit Gott Statt fand, so lehrt uns das glauben und erkennen, wie schon damals es bei dem Vater ausgemacht war, dass es mit allen, die zu Ihm kommen wollten, ausgehen |
| - | **Zusatz:** Übrigens erleben wir auch in unseren Tagen, da sich der HErr gar verborgen zu haben scheint, doch gar manches Tröstliche und Freundliche, | + | **Zusatz:** Übrigens erleben wir auch in unseren Tagen, da sich der HErr gar verborgen zu haben scheint, doch gar manches Tröstliche und Freundliche, |
| - | Der HErr ist also doch noch zu haben; und wenn auch in andern Fällen Andere trotz ihres Glaubens und Bittens fortleiden müssen, also, daß es mit ihren Leiden keinen Rucker, wie man sagt, bei ihnen tun will, so ist doch das auch für diese tröstlich, wenn sie vernehmen, | + | Der HErr ist also doch noch zu haben; und wenn auch in andern Fällen Andere trotz ihres Glaubens und Bittens fortleiden müssen, also, dass es mit ihren Leiden keinen Rucker, wie man sagt, bei ihnen tun will, so ist doch das auch für diese tröstlich, wenn sie vernehmen, |
| **Mel. Sieh, hier bin ich.** | **Mel. Sieh, hier bin ich.** | ||
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| Ach, erscheine, Wann ich meine,\\ | Ach, erscheine, Wann ich meine,\\ | ||
| mit Deiner Hilfe mir! \\ | mit Deiner Hilfe mir! \\ | ||
| - | Laß Dich finden, | + | Lass Dich finden, |
| Denn mein Herz verlangt nach Dir. | Denn mein Herz verlangt nach Dir. | ||
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| **“Der HErr sprach zu Mose: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der Mich siehet.“** | **“Der HErr sprach zu Mose: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der Mich siehet.“** | ||
| - | Es gehörte doch bei einem Mose viel dazu, außerordentlich viel Kindlichkeit und Einfalt, so Kühnes vom HErrn zu fordern, Er möge ihn Sein Angesicht sehen lassen. Natürlich in der Selbstgefälligkeit und Anmaßung kann es auch heutzutage manchem einfallen, - wie denn viele meinen, sie müßten | + | Es gehörte doch bei einem Mose viel dazu, außerordentlich viel Kindlichkeit und Einfalt, so Kühnes vom HErrn zu fordern, Er möge ihn Sein Angesicht sehen lassen. Natürlich in der Selbstgefälligkeit und Anmaßung kann es auch heutzutage manchem einfallen, - wie denn viele meinen, sie müssten |
| Der HErr aber weist denn den Mose mit seiner Bitte nicht derb ab, sondern sagt nur: „Mein Angesicht kannst du nicht sehen; das erträgst du nimmermehr, | Der HErr aber weist denn den Mose mit seiner Bitte nicht derb ab, sondern sagt nur: „Mein Angesicht kannst du nicht sehen; das erträgst du nimmermehr, | ||
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| Gott tut offenbar bei Mose ein Übriges, wenn Er ihm verspricht, Ihm hintennach sehen zu dürfen. Da wird dann erzählt (2. Mos. 34,10), wie der HErr an Mose vorüberging, | Gott tut offenbar bei Mose ein Übriges, wenn Er ihm verspricht, Ihm hintennach sehen zu dürfen. Da wird dann erzählt (2. Mos. 34,10), wie der HErr an Mose vorüberging, | ||
| - | Zusatz. Betrachten wir, was von Mose uns oben gesagt ist, von dem Standpunkte aus, daß sich's darum handelte, eine feste Grundlage zu bekommen, auf welcher die Erlösung, schließlich der ganzen Welt, sollte auf- und fortgebaut werden. Diese Grundlegung mit dem Bestehen eines Volkes Gottes war nichts Leichtes, und konnte nur durch einen großen | + | Zusatz. Betrachten wir, was von Mose uns oben gesagt ist, von dem Standpunkte aus, dass sich's darum handelte, eine feste Grundlage zu bekommen, auf welcher die Erlösung, schließlich der ganzen Welt, sollte auf- und fortgebaut werden. Diese Grundlegung mit dem Bestehen eines Volkes Gottes war nichts Leichtes, und konnte nur durch einen großen |
| **Mel. Himmelan, nur himmelan.** | **Mel. Himmelan, nur himmelan.** | ||